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Saisonhöhepunkt in Kloten

Dieser Cup-Sieg gehört den Ustermer Frauen

Auf dem Weg ins Endspiel des FVRZ-Cups fegte das Zweitliga-Team des FC Uster alle Gegnerinnen vom Feld. Am Donnerstag trifft es allerdings auf einen gefährlichen Underdog.

Bis anhin gab es für die Ustermer Frauen im FVRZ-Cup viele Tore zu bejubeln. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Dieser Cup-Sieg gehört den Ustermer Frauen

Saisonhöhepunkt in Kloten

Auf dem Weg ins Endspiel des FVRZ-Cups fegte das Zweitliga-Team des FC Uster alle Gegnerinnen vom Feld. Am Donnerstag trifft es allerdings auf einen gefährlichen Underdog.

Wie gross sind die Siegchancen des FC Uster?

Am Donnerstagabend steht der FC Uster in Kloten im Final des FVRZ-Cups. Die Zweitliga-Frauen gehen als Oberklassige gegen den Drittliga-Leader Wiedikon als Favoritinnen ins Spiel. Nach einer Cup-Kampagne mit ausschliesslich Kantersiegen wollen die Ustermerinnen nun den Titel ins Oberland holen.

In der Meisterschaft blieb der FCU hingegen hinter den Erwartungen zurück und liegt vier Runden vor Schluss lediglich auf Platz fünf – mit nur noch wenigen Aussichten auf einen Spitzenplatz. Trainer Davide Pozzani erklärt dies mit einem schlechten Saisonstart und einigen Verletzungen im Kader. Ein möglicher Aufstieg in die 1. Liga kommt für Uster ohnehin nicht infrage. «Auch wenn das Potenzial da wäre, ist der Aufwand für die Frauen zu gross», sagt Pozzani.

Usters Trainer Davide Pozzani
Davide Pozzani betreut die Frauen des FC Uster an der Seitenlinie. (Archiv)

Wiedikon führt derweil souverän seine Gruppe an. Der erstmalige Aufstieg in die 2. Liga dürfte nur noch eine Formsache sein. Auf dem Weg in den Final eliminierten die Stadtzürcherinnen auch zwei starke Zweitliga-Teams, Südost Zürich und Phönix Seen. Uster, das im März in einem Testspiel 4:1 gegen Wiedikon siegte, ist also gewarnt: Eine wichtige Rolle bei den Finalgegnerinnen nehmen die beiden ehemaligen NLA-Spielerinnen Rahel Moser und Samira Susuri ein. Besonders auch: Die FCW-Frauen werden basisdemokratisch von einem Spielertrainerinnenteam geführt.

Warum spielen die Frauen am Donnerstag?

Das Endspiel der Frauen wird – wie bereits im Vorjahr – am Donnerstagabend ausgetragen (20.15 Uhr). Damit ist der Tag komplett weiblich: Die Endspiele sämtlicher Juniorinnenkategorien finden gleichentags zuvor statt. Laut dem organisierenden Fussballverband Region Zürich (FVRZ) hatte es auf die Veränderung positive Rückmeldungen gegeben. Insgesamt verteilen sich die zwölf Finalspiele auf drei Tage.

Neu ist die Austragung rund ums Pfingstwochenende – zuvor fanden die Finals stets in der Woche nach den letzten Meisterschaftsspielen statt. Grund für die Verlegung sind mehrere Faktoren: Ende Juni herrscht oft sehr heisses Wetter, viele Vereine führen zu dieser Zeit ihre eigenen Turniere durch, und alle zwei Jahre finden WM- und EM-Endrunden statt. Diese sind für das Besucheraufkommen ebenso nicht förderlich.

Laut dem FVRZ bleibt der Austragungstermin 2027 unverändert; danach wird die Situation analysiert und allenfalls neu entschieden.

Warum sind die Endspiele nicht mehr in Volketswil?

In den letzten beiden Jahren wurden die Finals im Volketswiler Griespark ausgetragen. Nun übernahm der FC Volketswil die Mitorganisation nicht mehr.

Die Endspiele kehren damit wieder nach Kloten auf den Sportplatz Stighag zurück, wo sie bis 2023 fast ausnahmslos stattfanden. Ein Grund für die Unterbrechung waren Probleme mit dem Japankäfer, die für Einschränkungen auf der Anlage sorgten. Mittlerweile verfügt der FCK über je drei Natur- und Kunstrasenplätze und ist flexibel in der Nutzung.

Was ist anders als im Meisterschaftsalltag?

Im Unterschied zur Meisterschaft, in der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter allein die Partien leiten, werden die Cup-Finals von einem Trio geleitet. Sollte ein Spiel nach 90 Minuten unentschieden sein, gibt es keine Verlängerung, sondern es folgt direkt ein Penaltyschiessen.

Alle Endspiele werden zudem erstmals frei verfügbar über RED+ live im Internet gestreamt.

Sportplatz Griespark, Effretikon gegen Höngg
2024 blieb den Effretiker Frauen am Ende nur der Frust. (Archiv)

Wer holte den Cup bereits ins Oberland?

Den Cup-Wettbewerb der Frauen gibt es seit der Saison 2008/2009. Rekordsieger ist der heute in der 1. Liga spielende und damit derzeit nicht teilnahmeberechtigte FC Blue Stars, der dreimal triumphierte (2015, 2017, 2019).

Erster Oberländer Sieger war 2014 der damalige Zweitligist Fehraltorf, der mittlerweile kein Frauenteam mehr hat. Zuletzt triumphierten die Frauen aus Effretikon vor drei Jahren. Letzter Finalist war 2024 ebenso der Noch-Erstligist FCE, als er Höngg knapp unterlag.

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