Die starke Antwort nach dem Knall
Der Einstand von Katrin Kivirand als alleinige Verantwortliche bei den Floorball Riders ist geglückt. Die Oberländer NLA-Frauen schlugen Schlusslicht Uri 6:0.
Turbulent war sie, die letzte Woche bei den Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti. Thomas Appenzeller, der eine Teil des Trainerduos bei den Oberländer NLA-Frauen neben Katrin Kivirand, schmiss nach Diskrepanzen mit der Estin hin. Als Folge davon verliess auch Sportchef Giovanni Marti den Verein.
Von den Umwälzungen nicht beirren liess sich offensichtlich das Team. Es wurde in der Partie gegen den Tabellenletzten Uri seiner Favoritenrolle gerecht.
Gleich 6:0 gewannen die Riders beim Debüt von Kivirand, die neu die alleinige Verantwortung für die Equipe trägt.

Dass die Oberländerinnen über mehr Qualität im Kader verfügen als der noch punktlose Gegner war augenfällig. Die Riders waren spielerisch stärker und hätten mit einer besseren Effizienz mehr als das halbe Dutzend Tore erzielen können.
Mehrfach traf das disziplinierte Heimteam, das keine einzige Strafe kassierte, nur die Torumrandung. Und konnte es sich gar leisten, beim Stand von 2:0 einen Penalty zu verschiessen, ohne dafür bestraft zu werden.
Fünf der sechs Treffer zum zweiten Sieg in Folge erzielten ausländische Spielerinnen. Malin Hansson traf dabei doppelt, dazu gab sie eine Vorlage. Die 22-jährige Schwedin ist mittlerweile bei neun Toren und sieben Assists angekommen. Hansson liegt mit diesen Werten in der NLA-Skorerliste auf dem 5. Platz.
Zur besten Riders-Spielerin wurde gegen Uri indes Goalie Sandrine Goetz gewählt. Deren Shutout war keineswegs geschenkt – die Torhüterin musste einige starke Paraden zeigen. Vor allem im ersten Drittel war ihre Präsenz gefordert, in dem es bis zur 19. Minute torlos stand.
Der Doppelschlag beruhigt
Die Riders begannen stürmisch und erarbeiteten sich sofort gute Chancen. Da sie keine davon verwerteten, fasste Uri mehr Mut. Der Tabellenletzte wurde mit Fortdauer des Startdrittels stärker, glich das Geschehen aus und hatte die eine oder andere Chance, selbst in Führung zu gehen.
Die Gäste liessen diese ebenfalls verstreichen, sodass die Riders kurz vor der ersten Pause mit einem Doppelschlag innert 26 Sekunden ihre Nerven beruhigen konnten. Beide Treffer fielen nach demselben Muster. Die Riders schalteten nach Ballgewinnen blitzartig um und verwerteten die gradlinigen Konter.
Spätestens nach dem 4:0 war die Begegnung entschieden. Bei jenem Tor zeigte sich auch, wie einfach Unihockey bisweilen sein kann. Michelle Schär lief mit dem Ball gleich mehreren Gegnerinnen davon und bediente die auf das Zuspiel lauernde Malin Hansson mustergültig.
Mit der Partie gegen Uri haben die Floorball Riders die erste Hälfte der Qualifikation beendet. Die zwei Siege hintereinander haben die Bilanz deutlich aufgehübscht. Die Riders haben mit Winterthur und Uri jene zwei Teams bezwungen, die sie schlagen mussten, um die Playoff-Hoffnungen am Leben zu erhalten. Sieben Punkte haben sie aktuell auf dem Konto – das ist bereits jetzt mehr als letzte Saison nach der ganzen Qualifikation.
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