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Der Pionier des veganen Döners ist zurück in Uster

Dilovan «Jia» Hajani hat das Favori neu eröffnet – und bringt seinen veganen Kebab wieder nach Uster.

Der Pionier des veganen Döners ist zurück in Uster

Neueröffnung des Favori

Dilovan «Jia» Hajani hat das Favori neu eröffnet – und bringt seinen veganen Kebab wieder nach Uster.

Ein Jahr nach seinem Abschied ist Dilovan «Jia» Hajani zurück in Uster: Der Kebab-Pionier eröffnet erneut ein Lokal an alter Wirkungsstätte.

Das Favori an der Brunnenstrasse, nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt, ist seit knapp zwei Wochen geöffnet. Mit ihm kehrt auch Hajanis veganer Kebab nach Uster zurück.

Der vegane Kebab ist sein Markenzeichen – und auch dasjenige des «Favori». Unter diesem Namen eröffnete Hajani vor knapp einem Jahr einen Imbiss in Wetzikon, nachdem er rund fünf Jahre lang ein grösseres Lokal in Uster geführt hatte. Der Grund für den Entscheid: Er wollte weniger Stress und etwas kürzertreten.

Doch rasch zeigte sich, dass der Platz in Wetzikon nicht ausreichte. «Am Mittag und auch am Abend war es teilweise sehr voll», sagt Hajani. Deshalb machte er sich auf die Suche nach einem neuen Standort – und wurde erneut in Uster fündig.

Man sieht ein Restaurant von aussen.
An der Brunnenstrasse fand Hajani seinen neuen Standort.

Im Januar stellte Hajani den Betrieb in Wetzikon ein und reiste für einige Wochen in seine Heimat Kurdistan im Nordirak. Auf Instagram informierte er seine über 14’000 Follower in einer Story über die Schliessung. «Ich erhielt so viele Nachrichten – die Leute wollten wissen, wie es weitergeht.» Da vieles noch unklar war, konnte er ihnen keine Antworten geben.

Döner-Tourismus

Vor der Eröffnung am 12. März reichte schliesslich eine einzige Instagram-Story als Werbung aus. «Es kamen sehr viele Leute, die wieder einen veganen Kebab wollten», sagt er.

Der Kebab mit dem Fleischersatz der Kemptthaler Firma Planted ist seine Spezialität. «Er ist unser Aushängeschild», weiss Hajani, der selbst ebenfalls kein Fleisch isst.

Doch im Favori gibt es weiterhin auch Kebabs mit Fleisch, denn sie sind ein wichtiger Teil des Geschäfts. «Unter der Woche und am Mittag verkaufen wir mehr Fleisch-Döner, am Abend und am Wochenende steigt die Nachfrage nach veganem Kebab deutlich», erklärt er. Denn für die fleischlose Variante kommen viele Gäste von weit herum und steigen dafür sogar in den Zug oder das Auto.

Keine Angst vor veganer Konkurrenz

Dass Hajani zurück in Uster ist, hat sich schnell herumgesprochen. «Ich kenne sehr viele Gäste, die wieder gerne zu mir kommen.» Er freut sich, dass er sie nun wieder bedienen kann. Den Betrieb im Favori stemmt er mit insgesamt drei Mitarbeitenden. Hajani selber versucht dabei, sich trotz dem Erfolg genügend Zeit für sich und seine Familie zu nehmen. Deshalb ist das Favori jeweils am Montag geschlossen.

Man sieht einen Mann, der einen Döner zubereitet.
Hajanis Mitarbeiter Sid bei der Zubereitung. Hajani weiss, welche Qualität er bieten will.

Zudem hat er die Speisekarte verkleinert. Pide und Pizza findet man nicht mehr darauf. Dadurch wurde der Aufwand für die Vorbereitung der Speisen kleiner. Denn Hajani sind drei Dinge zentral: «Qualität, Sauberkeit und Freundlichkeit», betont er. Er ist sich sicher: «Man spürt, wenn etwas mit Liebe zubereitet wurde.»

Und er weiss, welche Qualität er seiner Kundschaft bieten kann. Dass inzwischen viele Kebab-Anbieter vegane Alternativen führen, stört ihn nicht. «Das ist gut für mich», sagt Hajani mit einem Augenzwinkern. «Dann kommen die Leute wieder zu mir, weil sie einen guten Döner wollen.»

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