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Zukunft geklärt

Das ist Nicole Kollers neues Team

Die Laupner Mountainbikerin Nicole Koller fährt künftig für einen neu gegründeten Rennstall. Nicht alles in diesem ist unbekannt für sie.

Die Farben der Zukunft: Nicole Koller im Trikot ihres Teams.

Foto: Lapierre PX Racing Team

Das ist Nicole Kollers neues Team

Die Laupner Mountainbikerin Nicole Koller fährt künftig für einen neu gegründeten Rennstall. Nicht alles in diesem ist unbekannt für sie.

Nun ist die Katze aus dem Sack: Nicole Kollers neuer Rennstall heisst Lapierre PXR Racing. Die Laupnerin ist eine von drei Fahrerinnen und zwei Fahrern im neuen französisch-deutschen Projekt, das nach längerer Geheimniskrämerei sein Line-up am Mittwochmorgen offiziell vorstellte. Teamchef ist Tom Wickles. Der Deutsche bekleidete dieselbe Position schon in Kollers letzter Equipe, im Ghost Factory Racing Team.

Am 31. Dezember 2025 hatte dieses nach 15 Jahren im Weltcup seine Auflösung bekannt gegeben. Das für die Öffentlichkeit überraschende Ende begründeten die Deutschen mit einer «strategischer Neuausrichtung innerhalb der Marke». Koller fuhr ab 2021 fünf Saisons lang für das reine Frauenteam.

Die Weltnummer 6 fühlte sich in diesem sehr wohl und entwickelte sich immer weiter. 2024 gewann Koller zusammen mit Anne Terpstra auf dominante Art und Weise das prestigeträchtige Mehretappen-Rennen Cape Epic, was der Laupnerin international viel Aufmerksamkeit verschaffte. Letzte Saison stiess die 28-Jährige endgültig in die Weltspitze vor.

Schon am ersten Weltcup-Wochenende feierte Koller ihre Podest-Premiere auf höchster Stufe als Zweite im olympischen Cross-Country-Rennen. Den Gesamtweltcup beendete sie auf Rang 5, die Disziplinenwertung im Shorttrack gar auf Position 4. Besser als Koller war nur eine Schweizerin: Alessandra Keller, die Short-Track-Weltmeisterin 2025.

Sie musste stillhalten

Während die Öffentlichkeit erst weit nach dem Ende der Weltcup-Saison vom Ende des Ghost Factory Racing Teams erfuhr, waren die Fahrerinnen längst über diesen Schritt informiert. Schon im September unterzeichnete Koller den Vertrag mit der neuen Equipe, musste bis zur offiziellen Lancierung von Lapierre PXR Racing aber Stillhalten über ihre sportliche Zukunft.

Spätestens ab dem Zeitpunkt, als der internationale Radsportverband vor wenigen Tagen die für die Saison 2026 lizenzierten Mountainbike-Teams bekannt gab, war offensichtlich, wo Kollers Reise weitergeht.

Der französische Fahrradhersteller Lapierre gehört zur niederländischen Accell Group. Das ist normalerweise nichts, was man zwingend wissen müsste. Im Fall der Laupner Bikerin aber ist es von Bedeutung. Demselben Konzern gehört ebenfalls der deutsche Hersteller Ghost.

Die neue Equipe scheint eine Art «Verschmelzung» zweier Mountainbike-Rennställe zu sein. Denn nicht nur das Ghost Factory Racing Team löste sich zum Ende des letzten Jahrs auf, dasselbe tat das Lapierre Mavic Unity Team.

Im jetzt vorgestellten Konstrukt sind mit Koller, Anne Terpstra und Caroline Bohé drei ehemalige Ghost-Fahrerinnen dabei, Anton Cooper und Tobias Lillelund fuhren letzte Saison für das Lapierre Mavic Unity Team.

Lapierre PXR Racing kündigt sich selbst als «neue Kraft im Cross-Country» an. Und gibt als Ziel vor, an der Spitze des Weltcups mitzuhalten, dessen Saisonstart Anfang Mai in Südkorea erfolgt. Gleichzeitig schreibt der von Deutschland aus organisierte Rennstall, man wolle eine nachhaltige Leistungsstruktur für die Zukunft aufbauen, wobei er bei der langfristigen Entwicklung die Olympischen Spiele 2028 im Blick hat.

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