Früher war sie wohl zu nett – jetzt hat sie ihren Weg gefunden
Mountainbikerin Nicole Koller ist im Hoch
Die ersten Weltcup-Podestplätze haben gezeigt: Die Laupnerin Nicole Koller hat die richtigen Schlüsse aus ihren Erfahrungen gezogen.
Zuerst ist Nicole Koller verdutzt. Da fährt sie beim Weltcup-Auftakt in Brasilien im April in vier Rennen zweimal auf Platz 2. Und was sagt ihr Teamchef hinterher? Sie solle nicht erwarten, dass es im selben Stil weitergehe.
Koller lächelt, als sie die Episode erzählt. Denn sie hat mit etwas Abstand realisiert: «Er hat recht.» Nicht Podestplätze sollen die Messlatte sein oder gar der erste Weltcup-Sieg, Konstanz heisst das Zauberwort.
«Ich möchte mich mehrheitlich in den Top Ten aufhalten», hat sich die Laupnerin für den weiteren Saisonverlauf vorgenommen. Allein diese Aufgabe ist Herausforderung genug. Auf keinen Fall will sich Koller nach den ersten zwei Weltcup-Podestplätzen – je einem im Cross-Country und auf der Kurzdistanz – stressen lassen.

