Kleinbrand im Rütiwald – Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern
Trotz Feuerverbot
Trotz striktem Verbot wurde in der Nähe des Fussballplatzes in Rüti ein Feuer angezündet. Ein aufmerksamer Spaziergänger alarmierte daraufhin die Feuerwehr.
Am Dienstagabend musste die Feuerwehr Rüti zu einem Einsatz in den Rütiwald ausrücken. Dies, weil jemand dort in einem Loch ein Feuer entzündet hatte. Der Vorfall ereignete sich oberhalb des Fussballplatzes.
«Nur dank einem aufmerksamen Spaziergänger wurden wir rechtzeitig informiert und konnten Schlimmeres verhindern», schreibt die Feuerwehr auf ihrem Facebook-Account. Ebenfalls vor Ort war die Kantonspolizei. Innert einer Stunde konnte der Einsatz beendet und eine Ausweitung des Feuers verhindert werden.
Ähnlicher Vorfall in Regensdorf
Es ist nicht der erste derartige Vorfall im Kanton Zürich in den letzten Tagen. In einem Wald in Regensdorf war ebenfalls ein Grillfeuer entzündet worden. Auch hier beobachteten Spaziergänger die Situation und riefen die Feuerwehr – diese rückte mit zwölf Männern an und brauchte ganze 1000 Liter Wasser, um das Feuer wieder zu löschen.
Der Mann, der das Feuer entzündet hatte, war während des Einsatzes anwesend. Er habe nichts von dem Verbot gewusst und bedauere sein Verhalten, sagte er gegenüber den Einsatzkräften. Auf Facebook, wo die Feuerwehr von dem Einsatz berichtet hatte, kochten dennoch die Emotionen über. User bezeichneten das Verhalten als «Schande» oder «Hirnlosigkeit».
Auch bei der Feuerwehr Rüti fanden sich unter dem Beitrag ähnliche Kommentare: «Idioten sterben nie aus» oder «Egoisten» sind nur zwei davon.
Feuerverbot gilt weiterhin – auch am 1. August
Seit dem 17. Juli gilt in der gesamten Region aufgrund der anhaltenden Trockenheit ein absolutes Feuerverbot, und dies nicht nur im Wald oder in Waldesnähe. Einige Gemeinden waren diesen Schritt bereits früher gegangen, dort gilt das Verbot seit dem 12. Juli.
Das Verbot umfasst das Entfachen von offenem Feuer im Freien sowie das Grillieren mit Holz oder Holzkohle. Auch das Entzünden von Feuerwerk oder Höhenfeuern ist untersagt. Die Verwendung von Gas- oder Elektrogrills bleibt aber erlaubt. Auch das Feuerwerk für den Nationalfeiertag, der dieses Jahr auf einen Samstag fällt, wird deswegen regionsübergreifend komplett ausfallen.
Weiterhin gilt im ganzen Kanton laut den Trockenheitsbulletins des Bunds die Warnstufe 4 – die Trockenheit wird als «grosse Gefahr» eingestuft.

