Der Tag danach: Niemand will über die Explosion bei Illnau reden
Bild der Verwüstung
Einen Tag nach der Explosion im Tätsch bei der Aussenwacht Luckhausen sind noch viele Fragen offen – doch die Polizei, die Stadt und die Nutzerin des Areals blocken ab.
Es ist ein sonniger, warmer Vorfrühlingstag in Luckhausen, keine Wolke ist am Himmel zu sehen. Die Fernsicht ist atemberaubend – die Alpen wirken so nah, als wären sie nur einen Katzensprung entfernt. Über dem Wald zieht ein Mäusebussard seine Kreise, ein paar Vögel zwitschern um die Wette.
Dass hier in unmittelbarer Nähe vor nur einem Tag mehrere hundert Kilogramm Sprengstoff detoniert sind, darauf lässt nur das Absperrband der Polizei schliessen, das nach wie vor weite Teile des Areals Tätsch umschliesst. Doch auch aus mehreren hundert Metern Entfernung kann man zahlreiche Beamte der Kantonspolizei Zürich sehen, die auf dem Gelände umherlaufen – manche von ihnen befinden sich im riesigen Krater, den Explosion und Druckwelle hinterlassen haben. Immer wieder hört man es laut knallen: Die Spezialisten des Zürcher Entschärfungsdiensts des Forensischen Instituts Zürich sind dabei, den restlichen Sprengstoff kontrolliert zu vernichten, der am Vortag nicht in die Luft gegangen ist.
