Laupen bringt die Jets ins Schlingern
Die Laupner NLA-Frauen zeigen im zweiten Playoff-Viertelfinal gegen die Kloten-Dietlikon Jets eine starke Leistung, müssen sich aber dennoch erneut beugen.
In kaum einer Phase des zweiten Playoff-Viertelfinals zwischen den Kloten-Dietlikon Jets und dem UHC Laupen war ein Unterschied zwischen den zwei Teams zu sehen. Die Oberländer NLA-Frauen brachten den Favoriten aus dem Unterland arg ins Schwitzen. Und hätten sie in der ersten Hälfte des Spiels ihre Chancen konsequenter genutzt, wer weiss, wie sich das Duell am Mittwochabend entwickelt hätte.
So aber nahm die Partie letztlich den erwarteten Verlauf, das individuell deutlich besser besetzte Team gewann Oberhand, die Laupnerinnen konnten sich am Schluss nichts kaufen mit ihrer guten Leistung. Sie verloren in der Best-of-7-Serie gegen den Titelverteidiger erneut, dieses Mal 4:6 und liegen 0:2 hinten. Gleich die Hälfte aller Jets-Treffer erzielte Nationalspielerin Laila Ediz. Für die Gäste trafen vier verschiedene Spielerinnen.
Die zweite Niederlage im zweiten Auswärtsspiels des Duells war eine der ärgerlichen Sorte für den UHC Laupen. Mehrfach hatte er die Möglichkeit, das Spiel in seine Bahnen zu lenken. Er traf in der ersten Hälfte des Spiels viermal, danach aber nutzte er keine seiner Möglichkeiten mehr.
Laupens-Stürmerin Vanessa Wetten fand trotz dem bitteren Spielausgang positive Worte. «Sie haben wenig Lösungen gefunden, wir haben gut dagegen gehalten. Vom kämpferischen und Teamzusammenhalt her war es sehr gut.»
Die verpassten Chancen
3:1 lag das Team von Yves Kempf im Startdrittel nach dem Tor von Vanessa Wetten (16.) zwischenzeitlich vorne. Verdient, muss man sagen. Und es hatte gar die grosse Chance, gleich auch noch auf 4:1 davon zu ziehen. Dass die Laupnerinnen die Gelegenheit liegen liessen, rächte sich sofort. Bis zur Pause glich der nervös und fehlerhaft spielende Favorit, der sich mit den forsch auftretenen Gästen schwer tat, zum 3:3 aus.
Zu Beginn des Mitteldrittels geriet Laupen erstmals in Rückstand. Doch wer nun erwartete, das erste Führungstor würde dem Heimteam Sicherheit geben, wurde eines besseren belehrt. In der 27. Minute glich Tamara Fritschi in einem bis zu diesem Zeitpunkt wilden Hin und Her, indem kein Team Interesse daran hatte, das Geschehen etwas zu beruhigen, für die Gäste verdient zum 4:4 aus.
Und Laupen hätte sogar nachlegen können. 47 Sekunden lang konnten die Gäste kurz darauf in doppelter Überzahl antreten. Das Überzahlspiel aber war schwach und weniger als eine Minute vor der zweiten Pause kassierten die Oberländerinnen das wegweisende 4:5.
Es war eine schmeichelhafte Führung für die Jets, die zehn Minuten vor Schluss im Powerplay nach einer gelungenen Pass-Stafette erstmals mit zwei Toren in Vorsprung gingen. Die Strafe hatten die Laupnerinnen wegen einem Wechselfehler kassiert. «Das darf uns einfach nicht passieren», ärgerte sich Wetten. Und lobte die Jets: «Da sind sie eiskalt und machen das Tor dann eben.»
Zeit blieb dem Aussenseiter nach dem 4:6 genug. Er stürmte an, spielte aber zu unpräzise, um nochmals in die Partie zurückkehren zu können. Wetten blickt zuversichtlich auf die Fortsetzung der Serie und glaubt daran, dass sich ihr Team weiter steigert, «um den ersten Sieg einfahren zu können».