100 Jahre Kuhn Rikon: Wie die Pfanne ins Museum fand
Ein grosses Jubiläum
Von der kleinen Manufaktur im Tösstal bis zur ikonischen Pfanne für die «grösste Rösti der Welt» – das neue Kuhn-Rikon-Museum in Rikon zeigt, wie viel Handarbeit, Präzision und Leidenschaft hinter Schweizer Kochkultur steckt.
«Wer glaubt, eine Pfanne sei nur ein einfaches Stück Edelstahl, unterschätzt den Aufwand dahinter.» Mit diesem Satz bringt Dorothee Auwärter, Urenkelin von Heinrich Kuhn und Verwaltungsratspräsidentin von Kuhn Rikon, auf den Punkt, worum es im neuen Museum des Unternehmens in Rikon geht. Dieses wurde am 16. März eröffnet, exakt ein Jahrhundert nach der Firmengründung durch Heinrich Kuhn.
Das Museum spannt den Bogen über ein ganzes Jahrhundert Kochkultur und zeigt, was sonst im Alltag verborgen bleibt: Wie viel Handarbeit, Erfahrung und Präzision in jedem einzelnen Produkt steckt. Jede Pfanne durchläuft laut Auwärter eine sorgfältige Qualitätskontrolle von Hand – kein Produkt verlässt die Produktion ohne Prüfung.


Besucherinnen und Besucher reisen vom offenen Feuer bis zum Induktionsherd, von der kleinen Manufaktur im Tösstal bis zum international tätigen Unternehmen. Im Zentrum stehen nicht nur Produkte, sondern vor allem Menschen und der Erfindergeist. «Wir freuen uns, einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen – auf unsere Geschichte, unsere Produktion und die Menschen, die Kuhn Rikon bis heute prägen», sagt Auwärter weiter.
Zu sehen sind unter anderem der Dampfkochtopf, der über Generationen hinweg zur Ikone wurde, und doppelwandiges Kochgeschirr, das bis heute täglich in zahllosen Küchen auf der ganzen Welt im Einsatz ist. Auch aussergewöhnliche Kapitel der Firmengeschichte fehlen nicht: etwa die überdimensionierte Pfanne für die «grösste Rösti der Welt», die es ins «Guinness-Buch der Rekorde» geschafft hat.
Blick hinter die Kulissen
Der Standort Rikon ist seit Jahrzehnten ein Ziel für Betriebsbesichtigungen. Rund 1000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr nutzen dieses Angebot. Neu können Führungen online gebucht werden. Sie führen durch Museum, Produktion und Fabrikladen und ermöglichen Einblicke in die Fertigung. Wer den Mitarbeitenden über die Schulter schaut, erkennt schnell, warum Qualität Zeit braucht.


Ursprünglich war das Museum als Geschenk zur Pensionierung des früheren Geschäftsführers und Mitinhabers Wolfgang Auwärter-Kuhn gedacht. Heute steht es der Öffentlichkeit offen – und macht sichtbar, was hinter etwas Alltäglichem steckt: dem Kochen als zentralem Element des Zuhauses.
Ein Besuch des Museums ist nur nach vorheriger Anmeldung unter www.kuhnrikon.ch möglich.