Abo

Wirtschaft

Zum Jubiläum schenkt sie sich ein Event-Loft in Dürnten

Ein neues Label, ein neues Lokal und schon bald ein neuer Mann am Herd. Bei Maximahl Catering in Dürnten tut sich einiges.

Elvira Holcomb in der Küche von Maximahl. Das Dürntner Catering-Unternehmen darf mit dem Label Fait Maison werben.

Foto: Sandro Compagno

Zum Jubiläum schenkt sie sich ein Event-Loft in Dürnten

Maximahl Catering

Seit zehn Jahren führt Elvira Holcomb in Dürnten das Catering-Unternehmen Maximahl. Zum Jubiläum hat sich die Gastronomin gleich selbst beschenkt.

Hand aufs Herz: Woran denken Sie beim Stichwort «Catering» oder «Event-Gastronomie»? Vermutlich an einen Schmorbraten, der in einer Sauce schwappt (damit man ihn ewig warm halten kann), dazu ein Kartoffelgratin (das man ewig warm halten kann) und entweder Karotten und Bohnen oder Bohnen mit Speck umwickelt (kann man ewig warm halten …).

Erlebnisse für Geniesserinnen und Geniesser

Dass es auch anders geht, beweisen Elvira Holcomb und ihr Team von Maximahl Catering seit mittlerweile zehn Jahren. Hausgemacht, saisonal und regional ist ihre Küche. Und vor allem: «Wir können Ihnen jede Garstufe bieten!» So lautet das Versprechen der Gastronomin in Dürnten. Gekocht wird (fast) alles, was die Kundschaft wünscht: entweder vorbereitet in Dürnten oder direkt vor Ort.

Auch individuelle Wünsche sind kein Problem: Als für ein Firmenevent vor ein paar Jahren ein spezielles Erlebnis gewünscht wurde, engagierte Maximahl zwei zusätzliche «Comedy-Kellnerinnen», die denselben Dresscode wie das Servicepersonal hatten und die Gäste mit überraschenden Momenten zum Lachen brachten.

Seit zehn Jahren ist Elvira Holcomb die Besitzerin von Maximahl Catering. Doch die Geschichte des Unternehmens reicht 30 Jahre weiter zurück. Heinz und Susanne Frei hatten Maximahl gegründet – damals noch in Erlosen – und zum Erfolg geführt. Seit 2002 an ihrer Seite war Elvira Holcomb als Anlassleiterin.

Die eigene Handschrift entwickelt

Als sich das Ehepaar Frei zur Ruhe setzen wollte und eine Nachfolge suchte, landete es rasch bei der treuen Mitarbeiterin. Seit 2014 führt die mittlerweile 56-jährige Hotelfachfrau das Erbe der Freis weiter. «Natürlich habe ich meine eigene Handschrift», sagt sie rückblickend. Als «femininen Touch» umreisst sie diese: «Ich lege grossen Wert auf das Gesamtbild – mit Blumen und Dekorationselementen.» Denn so gut die Qualität eines Menüs, eines Buffets oder eines Apéro riche auch sein mag: Es sind die Details, die einen Anlass einzigartig und erinnerungswürdig machen.

Die Handschrift ist auch im neuen Event-Lokal gleich bei der Seidenfabrik in Dürnten sichtbar. Ein so reichhaltig wie geschmackvoll dekorierter langer Tisch steht im rund 130 Quadratmeter grossen Raum, in dem rund 50 Gäste Platz finden. «Ein Glücksfall», sagt Elvira Holcomb und strahlt.

Schon seit einiger Zeit hatte sie nach einem Standort für ein eigenes Lokal gesucht. Fündig wurde sie ausgerechnet dort, wo ihr Unternehmen seit 2018 den Standort hat: im Obergeschoss des Geschäftshauses gleich neben der Seidenfabrik an der Edikerstrasse. Hier hatte bis vor Kurzem der Innenarchitekt Patrick Gugler sein Atelier.

Anfang Juli fand der erste Anlass statt, eine Geburtstagsfeier mit 3-Gänge-Menü. Geeignet sei der Raum auch für andere Privatanlässe, für Weihnachtsessen, Vereinsversammlungen, Seminare und Workshops, sagt Rebekka Egloff, die bei Maximahl für Marketing und Verkauf zuständig ist. Der Hauptfokus liege aber nach wie vor auf externen Catering-Anlässen in ihren Partner-Locations, bei Firmen oder den Kundinnen und Kunden zu Hause: «Das Event-Loft sehen wir als ergänzendes Angebot zu unseren Catering-Dienstleistungen.»

Anlässe mit 30 bis 1200 Gästen

Eine Catering-Firma arbeitet naturgemäss mit vielen Freelancern zusammen – je nach Grösse des Events. Das Kernteam von Maximahl umfasst lediglich sieben Personen mit unterschiedlichen Pensen. Ab 30 Gästen bietet Maximahl seine Dienstleistungen an. Der grösste bislang durchgeführte Anlass war eine Feier für den damaligen Bundespräsidenten Ueli Maurer im AMP in Hinwil mit 1200 Gästen.

Um solche Anlässe zu stemmen, sind Elvira Holcomb und ihre Mitstreiterinnen auf temporäre Unterstützung angewiesen. Dass hier ausdrücklich von Mitstreiterinnen die Schreibe ist, hat übrigens nichts mit «Genderwahn» zu tun. Bei Maximahl sind zu 90 Prozent Frauen am Ruder.

«Beim Personal an den Events setze ich weniger auf Personalvermittler, sondern auf eigene Leute, die ich alle persönlich kenne», sagt die Chefin. «Wir haben ein Netzwerk von 40 bis 50 Personen, die wir auch kurzfristig auf Abruf einsetzen können: Darunter sind Studierende, aber wir haben auch einen Sanitäter, einen Optiker, sogar einen Polizisten, die im Nebenerwerb für uns arbeiten.»

Auf den Service legt die Gastronomin grossen Wert. Die Mitarbeitenden werden regelmässig geschult: Aufdecken, Verhaltensregeln, neue Geräte, aber auch Handfestes wie das fachgerechte Flambieren vor den Gästen werden vermittelt. Oder wie man auch an einem Event das Rindersteak «saignant» auf den Tisch bringen kann, also im Kern noch leicht blutig und nach aussen hin rosa.

Mit dem Label Fait Maison ausgezeichnet

Die Qualität steht bei Elvira Holcomb über allem. Stolz ist sie deshalb auf das Label Fait Maison, das Maximahl seit diesem Jahr trägt. Das ursprünglich in der Romandie beheimatete Label steht – vereinfacht ausgedrückt – für hausgemachte Gerichte ohne Fertigprodukte. «Da das für uns ohnehin eine Selbstverständlichkeit ist und mit unserem Qualitätsanspruch zusammenhängt, mussten wir für dieses Label gar nichts umstellen», sagt Rebekka Egloff.

Dafür, dass bei Maximahl alles hausgemacht ist, steht der Chefkoch im Kernteam: Aktuell und interimistisch steht Stefan Erni am Herd, der während fünf Jahren bis Ende 2022 mit seiner Frau Karin im «Hirschen» in Grüningen gewirtet hat. Ab September wird Michael Ardielli, bislang Chefkoch der «Bleichibeiz» in Wald, den Kochlöffel für Maximahl schwingen.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.