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Politik

Zeltplatz-Chef bleibt hartnäckig

Er gibt nicht auf: Zeltplatzchef Willi Wohlgemuth setzt sich weiterhin beim Regierungsrat für den Erhalt des Campingplatzes Auslikon ein. Mit seinem Schreiben will er eine jüngst eingereichte Petition unterstützen.

Willi Wohlgemuth hofft noch immer, am Mobilitätskonzept Pfäffikersee rütteln zu können.

Archivfoto: Simon Grässle

Zeltplatz-Chef bleibt hartnäckig

Es kommt zusätzliche Fahrt in die Diskussion rund um die Auflösung des Campingplatzes Auslikon. Über ein halbes Jahr, nachdem der Regierungsrat seine Pläne kommunizierte, haben Mitte April zwei Ausliker eine Petition mit rund 440 Unterschriften an den Regierungsrat eingereicht. Sie wollen den Campingplatz erhalten und den Parkplatz ebenfalls bei der Badi belassen und nicht zum Ausliker Dorfrand verschieben. Nun legt Willi Wohlgemuth, Präsident des Zeltklubs Zürichsee-Oberland, nach.

Kampf um Campingplatz Auslikon und Parkplätze am See geht weiter

05.05.2020

Knapp 440 Unterschriften

Ein Naherholungsgebiet, viele Forderungen: Zum Konzept «Mobilität und Umwelt Pfäffikersee» gehen Beitrag in Merkliste speichern In Anlehnung an die Petition hat er ebenfalls einen Brief an Carmen Walker Späh (FDP) geschrieben und sie gebeten, dem Anliegen Beachtung zu schenken. Dabei teilt er die Kritik, dass das neue Mobilitätskonzept unter Ausschluss wichtiger Parteien verfasst worden ist. «Warum wurden wir als Eigentümer eines grossen Teils des Campingplatzes nicht in den Prozess einbezogen?», fragt er in seinem Brief. «Wir wüssten gerne, was jetzt mit unserem Land geschieht.»

«Wir werden durch den Suchverkehr belästigt.»

Willi Wohlgemuth

Es sind indes nicht neue Vorwürfe, die Wohlgemuth äussert. Bereits im letzten Herbst, kurz nachdem der Regierungsrat seine Pläne bekannt gegeben hatte, prangerte er den Wetziker Stadtrat an. Dieser habe sich zu wenig für die Interessen der Camper eingesetzt. Nun will Wohlgemuth mit seinem Brief der Petition noch mehr Gewicht verleihen, vor allem auch was den Parkplatz Nord auf Pfäffiker Boden angeht.

Das Problem liege anderswo

Die Belegung des Parkplatzes habe nicht wegen der Badi und dem Campingplatz im Sommer, sondern vor allem im Frühling und im Herbst zugenommen. «Weil das Parkieren in Seegräben und im Aatal immer schwieriger wird und die Jucker Farm immer mehr Besucher anzieht», so Wohlgemuth. «Dadurch werden die Ausliker und auch wir Camper nicht nur an schönen Badetagen, sondern während der ganzen Campingsaison durch den Suchverkehr belästigt.»

Einer künftigen Bewirtschaftung des Parkplatzes am See sowie einer Schliessung der Strasse, wenn der Parkplatz vollbesetzt ist, könne er darum vollumfänglich zustimmen. Derzeit liegen weder zur Petition noch zum Brief von Willi Wohlgemuth eine Antwort des Regierungsrates vor.

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