Wohnungen am Seequai Pfäffikon sollten noch dieses Jahr fertig werden
Vier Jahre nach Baustart
Baustopp? Konkurs? Knatsch mit Behörden? Mittlerweile kursieren in Pfäffikon immer mehr Gerüchte, warum es beim Projekt «Riva» am Seequai nicht richtig vorangeht. Die Eigentümerin klärt jetzt auf.
Ein wenig wie ein Gerippe, aber auf jeden Fall etwa gleich leblos mutet das Bauprojekt «Riva» neben der Ruderalfläche am Pfäffiker Seequai an. Der Baustart für das scheinbar überschaubare Projekt – sieben Wohnungen und ein Restaurant – erfolgte vor vier Jahren. Doch noch immer ist die Baustelle auf dem ehemaligen Bietenholz-Areal nicht abgeschlossen. Das ist vielen Spaziergängern ein Dorn im Auge.
Bauherrin ist die Cerfeda Immobilien AG aus Winterthur. 2012 wurde ihr erstes Projekt von der Gemeinde nicht bewilligt, da das Vorhaben nicht den Richtlinien des Gestaltungsplans entsprach. Ein neues Projekt wurde in Angriff genommen. Als Zwischennutzung hatte sich im Sommer 2014 die Tagelswanger Brauerei Brüllbier mit ihrem «Biergarten» auf dem Gelände niedergelassen.
Der Baustart für das neue Projekt wurde auf Ende 2019 angesetzt. Doch wieder gab es Verzögerungen, weil die Baubewilligung später als erwartet erteilt wurde, die Corona-Pandemie sorgte für weitere Stolpersteine. So konnte der «Biergarten» noch ein weiteres Jahr geöffnet bleiben. Anfang 2021 war es dann so weit, und die Bagger fuhren endlich auf.
«Es gab verschiedene Hürden und Unterbrüche, wir haben uns aber auch bewusst Zeit genommen», nennt Architektin Melina Cerfeda auf Anfrage die Gründe für den Verzug. So sei es bereits beim Aushub der Baugrube zu Problemen gekommen.
«Die Baugrube war mit der Nähe zum See sehr anspruchsvoll, da sie komplett im Grundwasser liegt, und musste während der Ausführung noch einmal überarbeitet werden.» Zudem seien einige Wechsel bei den Unternehmern und Fachplanern nötig gewesen, um «die Qualität am Bau zu gewährleisten». Die Bauarbeiten sollen aber noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Warteliste für Wohnungsinteressenten
Das Projekt «Riva» ist für das Architekturbüro Cerfeda «eher klein», wie es Architekt und Inhaber Giovanni Cerfeda in der Vergangenheit bezeichnete. Ein anderes Bauprojekt in der Region ist etwa die geplante Siedlung auf dem Metzgerareal in Kollbrunn mit rund 120 Wohnungen, wo einst 400 Personen wohnen sollen.
Dass es in Pfäffikon harze, sei aber nicht darauf zurückzuführen, dass man andere Projekte prioritär behandelt habe, betont Melina Cerfeda.
Für die Wohnungen direkt am Pfäffikersee gibt es indes bereits viele Interessenten. «Wir führen eine Liste, gehen aber erst nach Fertigstellung in den Verkauf und übergeben die Wohnungen schlüsselfertig», sagt die Architektin.
Wer die Pacht für das Restaurant übernehmen wird, ist ebenfalls noch offen. «Wir haben noch nicht aktiv nach Pächtern gesucht, werden das dieses Jahr aber angehen.»