Viele Zürcher Oberländer kennen die « Seidenfabrik » an der Edikerstrasse in Dürnten hauptsächlich vom Vorbeifahren. Nach der Betriebseinstellung 1978 wurden die Räumlichkeiten zuerst von der Feramatic, dann von Ferag Elektronik AG genutzt, bevor das in die Jahre gekommene Gebäude als Jugendtreffpunkt diente.
Bis 2013 Urs Bertschinger das Potenzial dieses Areals entdeckte und die Planung des Seidenturms initiierte. Der Oberländer Unternehmer, Schreiner und Künstler war ein leidenschaftlicher Sammler und wollte nebst Wohn- und Gewerberäumen ein kleines Museum ins Leben rufen.
Als er mit Hilfe von weiteren Investoren eine namhafte Sammlung erwerben konnte, wurde aus dem kleinen Museum ein grosses Projekt – er gründete das Klangmaschinenmuseum und den Förderverein KMM (Klänge, Menschen, Maschinen).
Loftcharme im Seidenturm
Der charismatische Gründer verstarb kurz nach der Eröffnung des Museums. « Urs Bertschinger hatte die Vision, den Leuten Räumlichkeiten für Feiern, Konzerte und Kultur zu bieten » , resümiert KMM-Geschäftsleiterin Katrin Liscioch, « er wollte ein lebendiges Areal » .

