Gläubiger der GZO AG wollen vor Gericht gehen
Glaubenskrieg
Bis am 7. November haben die Gläubiger der GZO AG die Gelegenheit, sich zum Sanierungsplan zu äussern. Schon jetzt wird klar: Wird der Plan angenommen, droht ein Rechtsstreit.
Wenige Tage vor dem Abschluss der Abstimmung über die Sanierung des GZO Spitals Wetzikon überschlagen sich die Ereignisse. Die Infracore SA will ihr ursprüngliches Angebot zur Übernahme des finanziell angeschlagenen Regionalspitals nochmals deutlich nachbessern. Falls der Nachlassvertrag abgelehnt wird, bietet der Westschweizer Eigentümer und Entwickler von Spitalinfrastruktur 70 Millionen Franken für die Immobilien und betrieblichen Aktiven.
Doch die GZO AG ist auch bei einer Annahme des Sanierungsplans nicht aus dem Schneider. Eine bislang nicht in Erscheinung getretene Gruppe von Anleihegläubigern hat sich nach der Gläubigerversammlung vom 28. Oktober mit einem Schreiben an die Spitalverantwortlichen gewendet.
Adressaten des Briefs sind Andreas Mika, Verwaltungsratspräsident der GZO AG, Spitaldirektor Hansjörg Herren sowie die vom Bezirksgericht Hinwil eingesetzten Sachwalter Brigitte Umbach-Spahn und Stephan Kesselbach.
