Mehr Platz für Freudentränen: Brautkleider zügeln nach Wetzikon
Träume in Weiss
Nach 24 Jahren muss das Brautmodegeschäft La Passion das Aatal verlassen. Inhaberin Selina Staub blickt auf die Jahre zurück und erzählt, warum die Kündigung zum Glücksfall wurde.
Fällt der Begriff Aatal, denken die meisten als Erstes an Autos, Stau, Unfälle. Eltern oder Kindern kommt vielleicht noch das Sauriermuseum in den Sinn. Doch kaum jemand verbindet das Tal mit einer Hochzeit oder einem edlen Fest. Dabei steht seit 24 Jahren an der Hauptstrasse, gleich bei der Verzweigung zum Bahnhof Aathal, ein Haus voller Tüll, Glitzer und Glamour.
Im Braut- und Abendkleidergeschäft La Passion haben schon unzählige Bräute das Kleid für den schönsten Tag in ihrem Leben gefunden. Doch Ende Oktober ist Schluss. Nachdem das Haus, in dem La Passion eingemietet ist, einen Besitzerwechsel hatte, erhielt Inhaberin Selina Staub die Kündigung.
Sie arbeitet seit 2014 im Geschäft, 2020 hat sie den Laden übernommen. «Meine Vorgängerin hatte hier eröffnet, gerade weil es so viel Durchgangsverkehr gibt», sagt die 35-Jährige. Nach wie vor sei der Standort optimal. «Ich habe von Kundinnen auch schon gehört, dass sie jeweils hoffen, dass das Lichtsignal vor dem Haus auf Rot stellt, damit sie das Schaufenster etwas länger betrachten können.»

