Ein Tiny House in Wald überfordert die Schweizer Banken
Preisgekrönter Holzbau
János Stefan Buchwardt und Dennis Neu haben in Wald einen preisgekrönten Holzpavillon zu neuem Leben erweckt. Das spannende Projekt wäre beinahe an der Finanzierung gescheitert.
Wer ein Haus kaufen oder bauen will, der braucht Geld. Dieses holt er sich in aller Regel in Form eines Hypothekarkredits bei einer Bank. Die Höhe des Kredits wird von Kriterien wie Belehnung und Tragbarkeit bestimmt.
Am Anfang steht die Frage, welchen Wert das Gebäude hat. Um diesen Marktwert zu berechnen, nutzen die Banken die sogenannte hedonische Methode: Sie vergleichen eine Liegenschaft mit Tausenden von gehandelten Häusern und ermitteln statistisch jenen Preis, den vergleichbare Objekte an vergleichbarer Lage zuletzt erzielt haben.
Und hier lag die Krux, die das Projekt «Fichtenhain» von János Stefan Buchwardt und Dennis Neu beinahe hätte scheitern lassen. Für ihr Haus gibt es keine «vergleichbaren Objekte an vergleichbarer Lage»; ein Marktwert lässt sich nicht errechnen, und wo kein Marktwert ist, da ist auch keine Finanzierung.

