Infracore will die GZO-Immobilien kaufen – das ist zum Angebot bekannt
Nächster Akteur im Spiel
Bargeld für die Gläubiger, Entlastung für die Gemeinden – doch der 55-Millionen-Plan von Infracore wirft existenzielle Fragen für den Spitalbetrieb auf.
Die Thurgauer Spitalgruppe Thurmed und die US-Beteiligungsgesellschaft Kawa mit dem Spitalbetreiber Swiss Medical Network: In den letzten Wochen und Monaten standen diese Akteure und ihre Kauf- oder ihr Beteiligungsangebot für das GZO Spital Wetzikon im Rampenlicht. Am Mittwochmorgen lag im Tauziehen um das Regionalspital, das sich nach wie vor in der definitiven Nachlassstundung befindet, ein neues, drittes Angebot auf dem Tisch. Abgegeben von Infracore, einer an der Schweizer Börse kotierten Immobiliengesellschaft.
Das Unternehmen bietet gemäss Mitteilung an, sämtliche Spitalimmobilien für 55 Millionen Franken in bar zu übernehmen und im Rahmen eines sogenannten «Sale-and-Lease-Back»-Verfahrens für 30 Jahre an das Spital zurückzuvermieten. Gleichzeitig stellt die Gesellschaft in Aussicht, den seit Monaten stillstehenden Erweiterungsbau etappenweise fertigzustellen.
Das Angebot ging der GZO-Führung bereits am 29. Juli zu, blieb von Spital und Gemeinden bislang jedoch unkommentiert.

