Kaffee vom Greifensee? Dieser Biobauer wagt den Versuch
Superfood aus dem Oberland
Die Lupine ist in der Schweiz ein Nischenprodukt. Dabei sei die hübsche Pflanze eine Alleskönnerin mit viel Potenzial, findet Landwirt Beat Hürlimann aus Freudwil. Seine Lupinen werden zu Kaffee.
Ein Nischenprodukt ist die Lupine nicht nur in der Schweizer und Oberländer Landwirtschaft, sondern auch im Betrieb von Beat und Katrin Hürlimann. Von den 21 Hektaren Land, die das Ehepaar aus Freudwil bewirtschaftet, bedeckt der Hülsenfrüchtler mit dem botanischen Namen Lupinus albus gerade mal 30 Aren, also knapp ein halbes Fussballfeld.
In der Region bekannt sind die Hürlimanns vor allem mit ihrer Mosterei, daneben führen sie eine Pferdepension und betreiben Acker- und Futterbau nach biologischen und regenerativen Grundsätzen. Und hier kommt die Weisse Lupine ins Spiel. «Sie verbessert den Boden. Das macht sie sehr spannend für die Fruchtfolge», erklärt Beat Hürlimann.
Die Lupine ist verwandt mit der Acker- und der Sojabohne, der Linse und der Kichererbse. Als Leguminose bindet sie Stickstoff aus der Luft und verbessert damit die Bodenfruchtbarkeit. Das macht bei den Hürlimanns den Einsatz von mineralischem Dünger überflüssig und die Pflanze somit ökologisch attraktiv.

