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Arbeit, Wohnen, Steuern

Maur und Bauma sind die Konstanten im Oberland

Die «Bilanz» hat das jährliche Gemeinderanking veröffentlicht. Demnach bleibt Maur die lebenswerteste Gemeinde in der Region, Bauma sitzt am anderen Ende der Tabelle fest.

Lage, Lage, Lage: Maur überzeugt mit dem See und der Nähe zur Stadt.

Foto: Simon Grässle

Maur und Bauma sind die Konstanten im Oberland

Arbeit, Wohnen, Steuern

Die «Bilanz» hat das jährliche Gemeinderanking veröffentlicht. Demnach bleibt Maur die lebenswerteste Gemeinde in der Region, Bauma sitzt am anderen Ende der Tabelle fest.

Das Ranking der besten (und schlechtesten) Gemeinden der Schweiz basiert auf mehr als 50 Kriterien wie der Steuerbelastung, den Wohnkosten, dem Arbeitsmarkt und der Erreichbarkeit. Auch das Angebot an Schulen, Betreuungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten fliesst in die Bewertung ein. 

Ausgewertet wurden diese Daten vom Beratungsunternehmen Iazi für das Wirtschaftsmagazin «Bilanz». Das Ranking umfasst alle Schweizer Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das sind insgesamt 966 der 2110 Gemeinden in der Schweiz. Das erklärt auch, warum es beispielsweise Wila (2201 Einwohner) auf dem Mittelfeldplatz 452 in die Rangliste geschafft hat, das benachbarte Wildberg mit 1015 Einwohnern aber nicht im Ranking auftaucht.

See, Stadt und Steuern

Schweizweit auf Platz 1 liegt Oberkirch im Kanton Luzern, im Vorjahr noch auf Rang 5 geführt. Oberkirch hat das, was Iazi-Studienleiter Donato Scognamiglio als Erfolgsformel einer Gemeinde umreisst: «Zentralität, tiefe Steuern und Gewässer sind die drei entscheidenden Hebel bei der Standortwahl.» Das 5000-Seelen-Dorf liegt am Sempachersee, die Stadt Sursee ist gleich um die Ecke, Luzern ist in wenigen Minuten erreichbar – und auch bei der Steuerbelastung befindet sich die Gemeinde in den günstigsten 15 Prozent der bewerteten Gemeinden.

Auf Platz 2 folgt das steuergünstige Horn TG am Bodensee (Vorjahr: Platz 4), Platz 3 belegt wie schon 2025 die Bündner Gemeinde Maienfeld, zwar ohne See, aber mit noch tieferen Steuern und einer wunderbaren Lage mitten in den Rebbergen gesegnet sowie gut angebunden an urbane Zentren wie Chur, St. Gallen oder Zürich.

Maur, Mönchaltorf und Zell

Die Lage am See spielt auch im Oberland eine Rolle: Erneut wurde Maur als lebenswerteste Gemeinde der Bezirke Uster, Pfäffikon und Hinwil gewertet. Nach den Rängen 28 im Jahr 2024 und 23 im Jahr 2025 reichte es für die Gemeinde am Greifensee dieses Jahr für Platz 35.

Silber geht an Mönchaltorf, ebenfalls mit Seeanstoss. Die Gemeinde machte im gesamtschweizerischen Ranking einen Riesensatz von Rang 193 auf Rang 45.

So stabil wie in Maur ist die Lage auch am anderen Ende des Rankings. Bauma hält hier eisern die Position als unattraktivste Gemeinde in der Region: Platz 758 nach 689 vor einem Jahr und 703 vor zwei Jahren. Kein See weit und breit, dafür etwas weg vom Schuss.

In der Kategorie Verkehr liegen die Tösstaler Gemeinden Fischenthal (890), Bauma (862), Wila (822) und Turbenthal (805) weit abgeschlagen. Erst in Zell hellt sich die Sache auf: Platz 502 in dieser Kategorie dank der Nähe zu Winterthur. Schweizweit reicht es Zell so auf Platz 183, in der Region ist es der Bronzerang.

Von den grösseren Städten schneidet Zürich mit Platz 93 am besten ab. Generell profitieren Grossstädte von ihrer guten Infrastruktur. Die Analyse zeigt jedoch einen Zielkonflikt: Zürich ist dank Erreichbarkeit und Infrastruktur stark in der Kategorie Verkehr (Rang 13), die Kehrseite sind die Sicherheit (914) und die Wohnkosten (966).

Winterthur, die zweitgrösste Stadt im Kanton, liegt genau 100 Plätze hinter Zürich. Und analog zu Zürich, wenn auch etwas weniger ausgeprägt, punktet Winterthur in der Kategorie Verkehr (Platz 28) und verliert bei der Sicherheit (888).

Die attraktivste Stadt im Oberland ist Illnau-Effretikon auf Rang 331; Dübendorf belegt Platz 353, Uster Platz 419, und Wetzikon muss mit Rang 600 leben.

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