Abo

Wirtschaft

Erster Standort in Gossau

Konkurrenz für die Multis – Discount-Tankstelle Ecostop kommt ins Oberland

Neue Konkurrenz für die etablierten Tankstellenketten in der Region: Der Sprit-Discounter Ecostop hat die frühere Avia-Tankstelle in Gossau übernommen. Und er schliesst weitere Standorte im Oberland nicht aus.

Mischt den Markt in der Region auf: die Ecostop-Tankstelle in Ottikon.

Foto: Simon Grässle

Konkurrenz für die Multis – Discount-Tankstelle Ecostop kommt ins Oberland

Erster Standort in Gossau

Neue Konkurrenz für die etablierten Tankstellenketten in der Region: Der Sprit-Discounter Ecostop hat die frühere Avia-Tankstelle in Gossau übernommen. Und er schliesst weitere Standorte im Oberland nicht aus.

Seit US-Präsident Donald J. Trump im Iran-Krieg von Sieg zu Sieg eilt, haben sich die Preise für Benzin und Diesel in der Schweiz um rund 20 Prozent erhöht. Das sind schlechte Nachrichten für Autofahrerinnen und Autofahrer – gerade auch im ländlichen Zürcher Oberland, wo viele Menschen aufs Auto angewiesen sind. Denn die Spritpreise in der Region gehören zu den höheren in der Schweiz.

Bis jetzt war das jedenfalls so. Doch nun mischt eine neue Tankstellenkette den regionalen Treibstoffmarkt auf: Ecostop. Anfang Jahr übernahm der Sprit-Discounter aus dem Baselland eine Selbstbedienungstankstelle in Hombrechtikon, nun ist die Marke auch in Gossau vertreten.

10 Rappen günstiger als die Konkurrenz

An der früheren Avia-Tankstelle an der Grüningerstrasse in Ottikon prangt seit einigen Tagen das neue, rot-grüne Logo. Die Preise? Am Dienstag kostete der Liter Bleifrei 95 1,81 Franken, ein Liter Diesel schlug mit 2,07 Franken zu Buche. Das sind bis zu 10 Rappen weniger als im benachbarten Wetzikon.

Die Selbstbedienungstankstelle von Ecostop in Ottikon. Eine weisse Zapfsäule unter einem weissen Dach mit einer grün-roten Aufschrift.
«Faire und transparente Preispolitik»: Ecostop gleicht die tieferen Margen mit höheren Frequenzen aus.

«Wir wollen runter mit den Preisen, und wir wollen schweizweit überall dieselben Preise anbieten», erklärt Dany Gaberthüel, Verkaufsleiter von Ecostop, und verspricht «eine faire und transparente Preispolitik». Diese habe bereits Auswirkungen auf die Konkurrenz in Hombrechtikon: «Wir konnten dort das Preisniveau massiv senken.»

Ecostop schaue nicht auf die Preise der jeweiligen Nachbartankstellen, sagt Gaberthüel: «Wir bestimmen unseren Preis anhand unserer Kosten für Infrastruktur und Treibstoff sowie der Marge, die wir erzielen wollen.»

Gegründet wurde die Kette erst vor gut zehn Jahren: 2015 startete Ecostop mit zehn Selbstbedienungstankstellen im Baselland, mittlerweile sind es 56 Standorte in der ganzen Deutschschweiz. Die Preise sind bis auf wenige Rappen überall dieselben. Gaberthüel: «Geringfügige Unterschiede sind möglich, wenn beispielsweise eine Tankstelle nur einen kleinen Benzin- oder Dieseltank hat und daher öfter beliefert werden muss.»

Die tiefen Preise funktionieren dank zwei Mechanismen: tiefe Fixkosten, hoher Absatz. So betreibt Ecostop beispielsweise keine Tankstellenshops in Eigenregie. Auch Waschanlagen gibt es nur gerade an zwei der 56 Tankstellen. Dafür sind die Frequenzen dank der tiefen Preise überdurchschnittlich hoch.

Von der grossen Kundschaft soll auch der Garagist in der unmittelbaren Umgebung der Tankstelle profitieren, sagt Gaberthüel: «Vielleicht lässt einer der Kunden in dessen Werkstatt gleich eine Birne wechseln, oder er sieht eine Occasion, die ihm gefällt.»

Expansion nach Zürich

Aufgrund der Firmengeschichte ist die Kette mit Hauptsitz Liestal BL vor allem in den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn stark vertreten. Die Selbstbedienungstankstellen in Gossau und Hombrechtikon sind die ersten Ecostop-Standorte im Kanton Zürich.

Es sollen nicht die letzten bleiben. Mittelfristig strebe man eine Zahl von 70 Selbstbedienungsanlagen und mehr an, sagt Gaberthüel. Man habe auch weitere Standorte im Kanton Zürich im Visier. Und im Oberland? Darüber könne er aktuell nichts Konkretes sagen: «Wir sind jedoch stets in verschiedenen Regionen in Verhandlungen mit möglichen Partnern und verfolgen weiter unsere Wachstumsstrategie.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.