Nachfolge des Nova Theaters hat am Pfäffiker Seequai eröffnet
«Coco Riva»
Das «ewige» Bauprojekt am Seequai in Pfäffikon kommt zum Abschluss: Die Wohnungen sind bezugsbereit, und das «Coco Riva», die Nachfolgelösung des Nova Theaters, empfängt bereits Gäste.
Ab 2,3 Millionen Franken ist man mit dabei: Bei diesem Preis starten die 3½-Zimmer-Wohnungen mit zusätzlichem Studio im Soussol am Pfäffiker Seequai. «Die Wohnungen sind ab sofort bezugsbereit», sagt Architektin Melina Cerfeda.
Die Bauarbeiten für das Projekt, die bereits Anfang 2021 begannen, haben sich über Jahre in die Länge gezogen. «Es gab verschiedene Hürden und Unterbrüche, wir haben uns aber auch bewusst Zeit genommen», sagte Cerfeda Anfang 2025 und versicherte gleichzeitig, dass die Arbeiten noch im selben Jahr abgeschlossen werden.
Nun brauchte das Ganze trotzdem noch etwas mehr Zeit. «Das Projekt hat wirklich sehr viel Kraft gekostet. Wir haben einerseits viele Kämpfe geführt, haben uns aber andererseits um jedes kleinste Detail gekümmert», sagt Cerfeda jetzt. «Wir sind am Ende wahnsinnig stolz, an diesem sehr sensiblen Bauplatz etwas Tolles geschaffen zu haben.»
Die Wohnungen sind indes nur ein Teil des Projekts. Im Ersatzneubau gleich anschliessend an die Wohnungen ist ein neues Restaurant entstanden. Darin haben Radi Bijelic und Claudia Grau für ihren Betrieb einen neuen Standort gefunden. Die ehemaligen Betreiber des Nova Theaters mussten Anfang Jahr ihre Räume im ehemaligen Kino Rex an der Spitalstrasse 1 räumen, da auf der Parzelle ein Mehrfamilienhaus entstehen soll.
Unter dem Namen «Coco Riva» haben sie ihr Bistro Mitte März eröffnet – ohne viel Tamtam. «Wir sind bewusst mit einem Soft Opening gestartet, um Prozesse und Team einzuspielen», sagt Bijelic. «Der Start war intensiv, aber sehr schön.» Nach dem Soft Opening mit einer kleinen Snack-Karte soll schon bald der nächste Schritt folgen: ein neues, erweitertes Angebot mit wechselnden Gerichten sowie ersten Food-Events.
Nicht nur mit dem Namen, auch mit dem Konzept grenzen sich die Betreiber mit dem «Coco Riva» bewusst vom ehemaligen «Nova» ab. «Das ‹Nova› war stark mit dem Ort und dieser Zeit verbunden. Mit dem ‹Coco Riva› beginnt ein neues Kapitel mit eigener Identität.»
So steht etwa die Kulinarik stärker im Zentrum als früher. «Gleichzeitig bleibt Kultur ein wichtiger Bestandteil einfach in einer neuen Form», sagt Bijelic. Nach einer ersten Phase des Einspielens werden punktuell wieder kulturelle Anlässe folgen wie etwa Jazz Nights, Spritz Sessions und weitere Formate. «Eher bewusst gesetzt und kuratiert, statt im Dauerbetrieb. Geblieben ist sicher die Haltung: Menschen zusammenbringen, eine gute Atmosphäre schaffen.»
«Nova» geht nicht ganz verloren
Der Kulturverein Nova bleibt jedoch weiterhin bestehen und wird künftig Off-Projekte realisieren sowie weiterhin Veranstaltungen planen und umsetzen. Dazu gehören etwa das «Gnuss-Cross-Golf» am 20. Juni oder die Mitorganisation der Tavolata auf der Seestrasse mit dem Gewerbeverein. «Trotzdem ist etwas Wehmut dabei», gibt Bijelic zu. «Das ‹Nova› war über viele Jahre ein sehr prägender Ort. Gleichzeitig überwiegt die Freude auf das Neue. Es ist eine andere Energie, aber eine, die sich sehr stimmig anfühlt.»
Während die Wohnungen verkauft werden, bleibt der Ersatzneubau mit dem Restaurant im Besitz der Cerfeda Immobilien AG. «Mit dem öffentlichen Restaurant konnten wir wirklich etwas Einmaliges schaffen, was für den Ort wahnsinnig gut und wertvoll ist», sagt Melina Cerfeda. «Auch konnten wir das Projekt als Testfeld für Spielereien und Spezialanfertigungen nutzen, etwa die eigens entwickelten Spezialküchen, und das ist natürlich wahnsinnig wertvoll, lehrreich und toll.»
Weitere Informationen zum Bauprojekt und dem Verkauf der Wohnungen unter www.riva-seequai.ch.