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Sparmassnahmen

Elma Electronic baut 100 Stellen ab – auch Wetzikon betroffen

Jetzt ist klar, wie viele Stellen dem Sparprogramm der Elma Electronic AG zum Opfer fallen: Weltweit sind es 100 von 820 Arbeitsplätzen, zwölf am Hauptsitz in Wetzikon.

Die Elektronikkomponentenherstellerin Elma baut auch am Hauptsitz in Wetzikon zwölf Stellen ab. (Symbolbild)

Foto: Simon Grässle

Elma Electronic baut 100 Stellen ab – auch Wetzikon betroffen

Sparmassnahmen

Jetzt ist klar, wie viele Stellen dem Sparprogramm der Elma Electronic AG zum Opfer fallen: Weltweit sind es 100 von 820 Arbeitsplätzen, 12 am Hauptsitz in Wetzikon.

Dass die Elma Electronic AG einen Stellenabbau plant, ist seit Ende Februar klar. Damals veröffentlichte die Herstellerin von Elektronikkomponenten mit Sitz in Wetzikon ihre Jahreszahlen 2025, die von einer geringen Profitabilität und einem tiefen Jahresgewinn geprägt waren.

Das Problem waren nicht die Erträge: Der Jahresumsatz konnte mit 176 Millionen Franken (–1 Prozent) stabil gehalten werden. Doch ein unbefriedigendes Ergebnis in Nordamerika, nicht aktivierbare Kosten für Infrastruktur und Maschinenpark sowie ein ehrgeiziges Investitionsprogramm belasteten die Rechnung. Hinzu kamen externe Faktoren wie ungünstige Wechselkurse und geopolitische Spannungen.

Die Elma Electronic AG mit Hauptsitz in Wetzikon ist eine weltweit tätige Zulieferin in der Elektronikindustrie. Das Angebot reicht von Komponenten, Busplatinen, Stromversorgungen bis hin zu voll integrierten Computersystemen.

Weiter produziert Elma Electronic Gehäuselösungen und High-End-Drehschalter für anspruchsvolle Anwendungen.

Das Unternehmen wurde 1960 in Mönchaltorf gegründet und ist seit 1970 in Wetzikon ansässig. Elma Electronic beschäftigt weltweit über 820 Mitarbeitende, 100 am Hauptsitz in Wetzikon, und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 176 Millionen Franken. (sco)

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel auf 6,1 Millionen Franken (–48 Prozent), der Jahresgewinn sackte um 52 Prozent auf 4,1 Millionen Franken ab. Und die Ebit-Marge als Kennzahl der Profitabilität betrug bescheidene 3,5 Prozent.

Als Folge kündigte Elma ein Sparprogramm an, mit dem die Betriebskosten im laufenden Jahr um 4 Millionen Franken reduziert werden sollen. Ein Teil dieser Einsparungen solle mit dem Abbau von Stellen erreicht werden, teilte das Unternehmen damals mit.

Nun ist klar, wie viele Stellen abgebaut werden: Weltweit verschwinden 100 von insgesamt 820 Stellen. Das sind rund 12 Prozent der Belegschaft.

Maximal 50 Kündigungen, 12 in Wetzikon

Mittlerweile sind die Konsultationsverfahren mit den Arbeitnehmervertretungen und den Sozialpartnern abgeschlossen. Von den Stellenstreichungen sind Standorte in der Schweiz, Rumänien, Deutschland und den USA betroffen. Maximal 50 Stellen sollen im April und Mai durch Kündigungen abgebaut werden, der Rest über natürliche Abgänge und Pensionierungen. In Wetzikon gibt es zwölf Entlassungen, wobei Lernende vom Abbau ausgenommen sind.

Mit dem Sparprogramm will das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und «die organisatorische Komplexität reduzieren», wie es in der Medieninformation heisst.

Zunächst jedoch wird der Stellenabbau die Erfolgsrechnung weiter belasten. Das Unternehmen schreibt von einem Restrukturierungsaufwand von 1,5 Millionen Franken, der im ersten Halbjahr verbucht wird: «Elma geht davon aus, dass dadurch im ersten Halbjahr 2026 ein leicht negatives Ebit erzielt wird.» Es wird also ein Halbjahresverlust in Kauf genommen.

Investitionsprogramm nicht infrage gestellt

Während Elma im operativen Geschäft spart, hält das Unternehmen an seinem Investitionsprogramm fest. Innert dreier Jahre investiert Elma Electronic insgesamt 60 Millionen Franken in den kompletten Um- und Neubau des Stammhauses in Wetzikon sowie ein neues Werk in Rumänien.

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