Bei Steiner, Voland und Vuaillat bäckt die künstliche Intelligenz mit
Ökonomie trifft Ökologie
Bäckereien haben am Feierabend zwei potenzielle Probleme: Zu viele Waren im Regal oder zu wenige Waren im Regal. Mit künstlicher Intelligenz gehen die Bäcker in der Region das Thema an.
Bislang war es eine Frage des Bauchgefühls. Jeden Abend bestellt das Personal in den rund 2400 Verkaufsstellen der Schweizer Bäckereien und Konditoreien, wovon wie viel am nächsten Morgen gebacken und geliefert werden soll. Da das Sortiment einer gut ausgestatteten Filiale mehr als 100 Produkte umfasst, sind das täglich mehr als 100 Entscheidungen, die zu treffen sind.
In jede Entscheidungsfindung fliessen verschiedene Variablen ein: Wie viel von einem bestimmten Produkt wurde heute verkauft? Wie viel gestern? Wie viel vor einer Woche? Wie wird das Wetter morgen? Ist Ferienzeit? Sind die Löhne bereits überwiesen? Haben wir ein Inserat in der Lokalzeitung geschaltet? Viele Fragen, die täglich nach 16 Uhr beantwortet werden müssen – wenn vielleicht gleichzeitig Kundschaft im Laden bedient werden will oder die Verkäuferin noch Osterhasen verpacken sollte.

