Auf dem Sagi-Areal in Uster entstehen 100 neue Wohnungen
Nach jahrelanger Planung
Über 160 Jahre Industriegeschichte gehen auf dem Sagi-Areal in Niederuster zu Ende – nun wurde der Grundstein für eine Wohnüberbauung gelegt.
Das Sagi-Areal, auch bekannt als Lenzlinger-Areal, in Niederuster ist seit gut 160 Jahren im Besitz der Familie Lenzlinger. Doch wo einst eine Sägerei, später eine Parkettfabrik oder letztlich der Geschäftsbereich Doppelböden der Lenzlinger Söhne AG standen, entsteht nun eine Wohnüberbauung. Derzeit wird die Bodenplatte betoniert.
Vor gut zehn Jahren entwickelte sich das Zellweger-Areal in Niederuster rund um das Sagi-Areal zunehmend in ein Wohngebiet – eine Weiterführung der Doppelbödenproduktion der Lenzlinger Söhne AG an diesem Standort erschien damit nicht mehr sinnvoll. «Wir waren zu laut und zu stinkend. Unsere Lastwagen fuhren frühmorgens durch ein Quartier mit neuen Eigentumswohnungen», sagt Annette Lenzlinger. Daher zog das Unternehmen letztes Jahr vollständig nach Nänikon.
Nach jahrelanger Planung – der Gestaltungsplan stammt bereits aus dem Jahr 2013 – wurden im vergangenen Sommer die ersten Industrie- und Bürogebäude auf dem Areal in Niederuster abgerissen. Lenzlinger blickt mit gemischten Gefühlen darauf zurück. «Es steckt über ein Jahrhundert Firmengeschichte und Tradition dahinter. Das wird einem beim Abbruch bewusst.» Dennoch überwiegt für sie die Aussicht auf die neue Nutzung.

