Erster Eindruck – so sieht es im neuen «Metropol» in Wetzikon aus
«Backstage-Besichtigung»
Im Mai ist die zweite Etappe der Zentrumsüberbauung Metropol in Wetzikon bezugsbereit. 70 Interessierte konnten am Dienstagabend einen ersten Eindruck erhaschen.
Die neue Zentrumsüberbauung in Wetzikon scheint zu interessieren: Sandra Elliscasis, Präsidentin des Wirtschaftsforums Wetzikon, konnte am Dienstagabend rund 70 Mitglieder im Metropol begrüssen. Das ist eine beachtliche Resonanz für einen Anlass, der als «Backstage-Besichtigung» kurzfristig ins Jahresprogramm des Netzwerks aufgenommen wurde.
Das Metropol hat eine lange Entstehungsgeschichte hinter sich, seit 2012 die Sanierung und Erneuerung der 1973 eröffneten «Trompete» erstmals geplant wurde. Nach verschiedenen Rekursen und Besitzerwechseln dauerte es zehn Jahre, bis mit dem Bau begonnen werden konnte.
2024 wurde die erste Hälfte des imposanten Gebäudekomplexes zwischen Bahnhof- und Tödistrasse fertiggestellt, ab Mai 2026 wird auch die zweite Etappe bezugsbereit sein. Robin Neuhaus und Sven Altherr von der Totalunternehmung Halter AG, die das Projekt 2019 übernommen hatte, führten die Gäste durch den Neubau.
Anstelle eines neuen Einkaufszentrums
Ursprünglich war hier, wo 50 Jahre lang die «Trompete» stand, wieder ein Einkaufszentrum auf zwei Ebenen geplant. 2018 verwarf man diese Pläne unter dem Eindruck des wachsenden Onlinehandels. Was vom ursprünglichen Gestaltungsplan bleibt, ist die Stadtgasse, die in Nord-Süd-Richtung durch die Überbauung führt. Man darf gespannt sein, ob sie sich auch mit Leben füllen lässt.
Das Metropol präsentiert sich als klassische Zentrumsüberbauung. Im Erdgeschoss mit vier Metern Raumhöhe dominiert eine «publikumsorientierte Nutzung»: Das Fitnesscenter «Active Fitness», das bereits in der alten «Trompete» war, befindet sich hier, dazu kommen Einzelhandelsgeschäfte, Dienstleistungsbetriebe und ein Nooch-Restaurant.
Im Obergeschoss finden Büro, Arztpraxen und eine Kinderkrippe ihren Platz, und darüber hat es Wohnungen, insgesamt 140 in der gesamten Überbauung. Der Vermietungsstand sowohl bei den Wohnungen als auch bei den Gewerbeflächen sei gut, meinte Robin Neuhaus.
Auf besonderes Interesse unter den Mitgliedern des Wirtschaftsforums stiessen insbesondere die sogenannten «Movements».

Die 1,5-Zimmerwohnungen sind zwischen 40 und 50 Quadratmetern klein und mit Bett, Schränken und Regal bereits fix möbliert. Preisschild: ab 1750 Franken plus Nebenkosten.
Der Clou: Diese Module lassen sich auf Tastendruck verschieben und an die jeweilige Wohnsituation anpassen. Eine sehr moderne, urbane Wohnform, auch wenn aus den Gesprächen herauszuhören war, dass es nicht jedermanns Sache wäre, so zu hausen.