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Gesellschaft

Die letzten Tage in der alten Trompete

Kein Strom, kein Telefon, aber zu viel Wasser: Die letzten Mieter im Wetziker Einkaufszentrum Trompete werden hart geprüft.

«Als ob eine Bombe eingeschlagen hätte»: Noch harren drei Unternehmen in der Abbruchliegenschaft aus. Sie ziehen nahtlos in die neuen Räume der ersten Metropol-Neubauten ein.

Foto: Christian Brändli

Die letzten Tage in der alten Trompete

Leidgeprüfte Mieter in Wetzikon

Eine schwierige Zeit machen drei Wetziker Unternehmen durch, die noch in der Abbruchliegenschaft Trompete ausharren. Bald können sie ins Metropol umziehen.

Die Etappierung der neuen Wetziker Zentrumsüberbauung Metropol erlaubt es, dass drei bisherige Mieter, die jetzt noch im Altbau sind, fast ohne Betriebsunterbruch in den Neubauteil hinüberwechseln können, der demnächst bezugsbereit ist. Das sind das Sportstudio Activ Fitness, das Spezialitätengeschäft I Sapori Italiani sowie die Zahnarztpraxis von Beat Häcki.

Kein Strom und keine Verbindung

Dieser harrt im Altbau aus. So findet die Übergabe der neuen Praxis erst am 19. April statt. In der Woche darauf wird er dann erste Patienten empfangen, ehe ab dem 2. Mai der Vollbetrieb startet. «Im Moment sieht es hier aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte», meint Häcki, der seit 20 Jahren in der Trompete, die vor ein paar Jahren in City Center Wetzikon umbenannt worden ist, seine Räume hat.

Ein Einkaufszentrum in Wetzikon und davor Fussgänger und ein Auto.
So präsentierte sich das Wetziker Einkaufszentrum Trompete noch am 17. Januar 2022. Damals erfolgte der Baustart für die Zentrumsüberbauung Metropol.

Sein Ausharren ist allerdings auf eine harte Probe gestellt worden. So bekam er die Auswirkungen des Betriebs in einer Abbruchliegenschaft gleich mehrfach zu spüren. Gerade einmal ist wieder das Telefon tot – nicht zum ersten Mal. An einem anderen Tag fiel aufgrund einer falschen Schaltung der Strom aus, an einem weiteren hatte er weder Internet noch Telefon, da Bauarbeiter irrtümlich das entsprechende Kabel kappten.

Wassereinbruch legt Behandlungsstühle lahm

Die gröbsten Auswirkungen hatte jedoch ein Wassereinbruch. Dabei gingen zwei der Patientenstühle kaputt, und der Betrieb musste für eine ganze Woche komplett eingestellt werden. «Nun hangeln wir uns noch mit eineinhalb funktionierenden Stühlen bis zum Umzug durch», meint Häcki.

Dabei habe er doch trotz Umzug einen möglichst lückenlosen Betrieb im Interesse der Patienten, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen ermöglichen wollen. «Ich verlasse diesen Bau hier nun wirklich mehr mit einem lachenden Auge», meint der Zahnarzt mit einem Schmunzeln. Dies umso mehr, als ihn im Neubau des Metropol wirklich eine tolle Praxis erwarte.

Dort wird er künftig fünf Behandlungsstühle haben, einen mehr als bisher. Neu zum Team stossen soll zudem eine Spezialistin oder ein Spezialist für Kieferorthopädie. Auch künftig wolle er aber Zahnmedizin betreiben und nicht einen Grossbetrieb führen. Er könne auf einen sehr treuen Kundenstamm zählen.    

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