So viel Geld fliesst von der ZKB in Ihre Gemeinde
Jährliche Dividende
Wie jedes Jahr schüttet die Zürcher Kantonalbank ihr Füllhorn über dem Kanton aus. Ins Oberland fliessen insgesamt gut 33 Millionen Franken.
Es ist ein Ritual, an das man sich gerne gewöhnt hat und das viele Gemeinden in ihren ordentlichen Budgets bereits einkalkuliert haben: Jedes Jahr im März gibt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) bekannt, wie viel ihres Jahresgewinns sie an Kanton und Gemeinden verteilt.
Im vergangenen Jahr verdiente die Bank so viel wie noch nie seit ihrer Gründung im Jahr 1870. Der Geschäftserfolg, als Mass für die operative Leistung, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Prozent auf 1,35 Milliarden Franken. Unter dem Strich blieb nach Steuern ein Gewinn von 1,24 Milliarden (+10,8 %).
Diese Zahlen teilte die ZKB Anfang Februar mit. Ebenso, dass die Ausschüttung für den Kanton Zürich und die Gemeinden auf 581 Millionen (von 562 Millionen im Vorjahr) noch einmal klar ansteigen werde. Auch das ist ein Rekordbetrag.
175 Millionen Franken für die 160 Gemeinden
Nun ist klar, wie diese 581 Millionen Franken aufgeschlüsselt werden: 175 Millionen Franken gehen an die 160 politischen Gemeinden. Das sind 5 Millionen mehr als vor einem Jahr.
Der Kanton erhält eine Dividende von 181 Millionen Franken sowie die OECD-Mindeststeuer in Höhe von 169 Millionen. Dazu kommt die Abgeltung der Staatsgarantie in Höhe von 34 Millionen Franken. (Und falls Sie jetzt Ihren Taschenrechner gezückt haben: Die Differenz von 22 Millionen zum gesamten ausgeschütteten Betrag von 581 Millionen sind Kosten des Dotationskapitals der ZKB.)
In die drei Bezirke Uster, Pfäffikon und Hinwil fliessen exakt 33’250’533 Franken. Weitere 1,4 Millionen gehen an die Tösstaler Gemeinden Schlatt, Turbenthal und Zell, die zum Bezirk Winterthur gehören.
Aufgeschlüsselt sind die Beiträge für die einzelnen Gemeinden nach deren Bevölkerungszahl. Uster ist mit 36’941 Einwohnerinnen und Einwohner die grösste Stadt in der Region und kassiert fast 4 Millionen aus dem ZKB-Füllhorn, das kleine Schlatt im Tösstal mit einer Bevölkerungszahl von gerade mal 787 Menschen darf sich über 84’000 Franken freuen.
Die Entwicklung der ZKB-Ausschüttung bildet immer auch die demografische Entwicklung der Gemeinden ab. So hat im Kanton Zürich die Gemeinde Wila den grössten Sprung gemacht. Ihre Ausschüttung stieg von 223’000 auf 237’000 Franken, ein Plus von 6,3 Prozent.
Im Oberland folgen Mönchaltorf (+5,6 %) und mittlerweile traditionell das stark wachsende Dübendorf (+4,2 %). Etwas mehr als ein Drittel der 175 Millionen Franken fliessen an die beiden Grossstädte im Kanton: Winterthur erhält einen Zustupf von 12,95 Millionen, Zürich kassiert 47,19 Millionen Franken.