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Wirtschaft

Schweizer Franken als Belastung

Dormakaba macht weniger Umsatz und weniger Gewinn

Der Schliesstechnikkonzern Dormakaba hat sich im ersten Semester des Geschäftsjahrs 2025/26 verhalten entwickelt. Erfolgreich war man vor allem beim Sparen.

Dormakaba machte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2025/2026 weniger Umsatz und weniger Gewinn. Blick in die Produktion in Wetzikon. (Archiv)

Foto: Simon Grässle

Dormakaba macht weniger Umsatz und weniger Gewinn

Schweizer Franken als Belastung

Der Schliesstechnikkonzern Dormakaba hat sich im ersten Semester des Geschäftsjahrs 2025/2026 verhalten entwickelt. Erfolgreich war man vor allem beim Sparen.

1,36 Milliarden Franken setzte Dormakaba von Juli bis Dezember 2025 um. Das sind 4,1 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Vor allem die starke Aufwertung des Schweizer Frankens habe sich negativ auf diese Kennzahl ausgewirkt, teilt der Konzern mit Hauptsitz in Rümlang und Produktion in Wetzikon mit.

Denn organisch, also aus eigener Kraft, sei man sogar um 2 Prozent gewachsen. Diese Zahl kam durch Preissteigerungen zustande (+2,6 Prozent), während die abgesetzten Volumen leicht rückläufig waren (–0,6 Prozent). Neben dem Umsatz ging auch der Gewinn leicht zurück. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sank um 1,9 Prozent auf 211,9 Millionen.

185 Millionen Franken eingespart

Trotzdem konnte Dormakaba die Ebitda-Marge (Betriebsgewinn geteilt durch Umsatz) leicht verbessern: von 15,2 auf 15,6 Prozent. Dies zeige den Erfolg des Transformationsprogramms, schreibt das Unternehmen. Das Programm besteht in erster Linie aus Einsparungen: 170 Millionen Franken einzusparen, war das Ziel von CEO Till Reuter, das mit 185 Millionen sogar übertroffen wurde.

Eine der Massnahmen des Programms «Shape4Growth», das noch von Reuters Vorgänger Jim-Heng Lee initiiert worden war, bestand im Abbau von bis zu 800 von weltweit 16’000 Stellen, darunter auch 160 Vollzeitstellen in der Schweiz.

Porträt von Till Reuter. Ein Mann im dunkelgrauen Sakko mit leuchtend grüner Krawatte.
Till Reuter ist seit 2024 CEO von Dormakaba. (Archiv)

Damit soll nun aber Schluss sein, wie Reuter am Dienstagmorgen an einer telefonischen Medienkonferenz versicherte, und er erwähnte Investitionen in die Galvanik am Standort Wetzikon: «Wir investieren in der Schweiz, weil die Schweiz einer unserer Heimmärkte ist.» Im September 2025 hatte Dormakaba das 50-jährige Bestehen des Werks in Wetzikon mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Lücken in den USA

In seinem wichtigsten Geschäftssegment Zutrittslösungen (Access Solutions) verzeichnete das Unternehmen in den Heimmärkten Schweiz (+5,3 Prozent) und Deutschland (+4,0 Prozent) ein beachtliches Wachstum, während das US-Geschäft verhalten blieb.

Im weltweit grössten Markt für Zutrittslösungen ist Dormakaba mit grossem Abstand hinter den beiden Marktführern Assa Abloy (Schweden) und Allegion (Irland) nur die Nummer 3. Reuter erinnerte daran, dass das Unternehmen trotzdem rund einen Viertel seines Umsatzes in den USA erzielt, und räumte gleichzeitig ein, dass Lücken im Produktportfolio das Wachstum behindern: «Wir sind daran, unsere Hausaufgaben zu machen, und schliessen diese Lücken.»

Von der erratischen Zollpolitik der US-Regierung sei man nur am Rande tangiert, ergänzte Finanzchef René Peter. 85 Prozent der Wertschöpfung für Nordamerika würden vor Ort geschaffen.

20 Prozent weniger Gewinn

Unter dem Strich blieb von Juli bis Dezember 2025 ein Reingewinn von 77,4 Millionen Franken, 20 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Am Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr 2025/2026 hält Dormakaba trotz «einem anspruchsvolleren und volatilen wirtschaftlichen Umfeld und anhaltenden geopolitischen Spannungen» fest. Das Unternehmen will stärker wachsen als im ersten Halbjahr. In Zahlen bedeutet das ein organisches Nettoumsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und eine bereinigte Ebitda-Marge von über 16 Prozent.

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