Morgens füllt er Milch ab, abends tüftelt er an veganem Joghurt
Zwischen Trend und Tradition
Sein Herz schlägt für die Milch. Doch im Hinterzimmer entwickelt Molker Thomas Neff Haferdrink und vegane Alternativen. Der Markt ist gesättigt, der Boom scheint vorüber. Wie er es zurück in die Regale schaffen will.
Nachdem vegane Fleisch- und Alternativprodukte jahrelang boomten, scheint die Goldgräberstimmung in der Branche allmählich vorüber zu sein. Das zeigt sich beispielhaft an den Börsenkursen namhafter Hersteller wie Beyond Meat oder Oatly, die sich in den letzten Jahren vor allem in eine Richtung entwickelten: nach unten.
Den Trend beobachtet auch Thomas Neff, Geschäftsführer der Molkerei Neff in Wald. «Man hat nicht gerade den Eindruck, die Milch könnte bald aus dem Sortiment fliegen», sagt er. Nicht, dass dies vor fünf Jahren der Fall gewesen wäre. Doch der grosse Hype um Haferdrink und Co., auf den er anspielt, scheint zumindest abgeflacht zu sein.
Neff aber glaubt weiterhin an das Wachstumspotenzial veganer Produkte. Seit der 37-Jährige Anfang 2024 den elterlichen Betrieb übernommen hat, setzt er auf ein Nebeneinander von Produkten aus Kuhmilch und ihren pflanzlichen Alternativen.

