Meilenstein erreicht: Erste Liegenschaft in Wetzikon bezieht Fernwärme
Vor zwei Jahren hat die Wetziker Bevölkerung die Weichen für die künftige Fernwärmeversorgung der Stadt gestellt. Mittlerweile ist das Projekt auf Erfolgskurs.
Kopfzerbrechen in Rüti und Dürnten, grosse Freude in Wetzikon: Während die Energie Zürichsee Linth AG das Fernwärmeprojekt «Ast Süd» zu Grabe trägt, geht es mit einem anderen voran. Denn die Fernwärme Wetzikon (FWW) hat ein wichtiges Etappenziel erreicht. Sie kann die erste Liegenschaft in der Stadt mit Wärme von der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (Kezo) beliefern.
Am Mittwochnachmittag wurde dieser Meilenstein in kleinem Rahmen mit geladenen Gästen gefeiert – unter ihnen Andreas Gubelmann von Gubelmann Immobilien, der die besagte Liegenschaft gehört, FWW-Geschäftsführer Daniel Wassmer, der Wetziker Stadtpräsident Pascal Bassu (SP) und Stadtrat Heinrich Vettiger (SVP).


Letzterer ist als Ressortvorsteher Tiefbau, Umwelt und Energie zuständig für das Projekt. Über das Erreichte zeigte er sich erfreut. «Mit diesem Ereignis senden wir ein wichtiges Signal an die Wetziker», sagte Vettiger in seiner Rede. Innerhalb von knapp zwei Jahren nach dem Volksentscheid sei die Fernwärme Realität geworden.
Weiter betonte er, dass das «Gipfelziel» aber noch bevorstehe. «Bis 2031 wollen wir den grössten Teil des Fernwärmeverbunds ausgerollt haben.» In Zahlen heisst das konkret: Dann sollen mindestens 50 Prozent der Wärme in den Wetziker Liegenschaften aus regionaler Energie stammen.