Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Wirtschaft

Buechkafi in Wetzikon

Diese christliche Buchhandlung will auch ein Café für alle sein

Ende Oktober haben Angelika Schweizer und Eveline Kunz das Buechkafi Selah in Robenhausen eröffnet. Sie wollen Robenhausen damit mehr geben als nur eine christliche Buchhandlung.

Eveline Kunz (links) und Angelika Schweizer vor dem Buechkafi Selah, das die beiden Ende Oktober eröffnet haben.

Foto: Simon Grässle

Diese christliche Buchhandlung will auch ein Café für alle sein

Buechkafi Selah

Ende Oktober haben Angelika Schweizer und Eveline Kunz das Buechkafi Selah in Robenhausen eröffnet. Sie wollen Robenhausen damit mehr geben als nur eine christliche Buchhandlung.

«Ein Bibel-Lädeli» – das war die Vision, die Angelika Schweizer vor etwas mehr als drei Jahren im Kopf hatte. Eine eigene Buchhandlung mit christlichem Fokus. Die Idee liess sie nicht los – und kurze Zeit später fand sie mit Eveline Kunz eine Mitstreiterin, um das Projekt in die Tat umzusetzen.

Schnell war den beiden klar, dass sie nicht nur einfach eine Buchhandlung eröffnen wollten. «Bücher kann man heute im Internet bestellen, man muss den Bücherkauf mit einem Erlebnis verbinden», meint Schweizer.

Und so wurde aus dem Bibel-Lädeli das Buechkafi Selah. Ende Oktober haben die beiden Frauen ihre Buchhandlung mit Café in Robenhausen eröffnet – und zwar im ehemaligen Ladenlokal von Buch und Kultur, das nach Oberwetzikon umgezogen ist.

Ein Ersatz für Hunziker

«Es war ein spannender Weg hierhin», sagt Eveline Kunz. In den letzten Jahren haben die beiden ihr Projekt minutiös geplant, einen eigenen Verein gegründet und einen Businessplan aufgestellt. Angelika Schweizer, ursprünglich ausgebildete Pflegefachfrau, hat ausserdem die Quereinsteigerausbildung zur Buchhändlerin absolviert.

Eigentlich hätten die beiden bereits im vergangenen Jahr ihr Buechkafi eröffnen wollen. Damals schloss die Evangelische Buchhandlung Hunziker in Wetzikon. Einen Bücherladen mit einem rein christlichen Sortiment gab es in der Stadt damit nicht mehr. «Doch wir waren einfach noch nicht ready, um einen eigenen Laden zu eröffnen», meint Schweizer.

Nach einem Beitrag im «Regio» wurde den beiden dann das Ladenlokal an der Usterstrasse angeboten. Ein Glücksfall für die zwei Vereinsgründerinnen, die beide in Robenhausen wohnen. Dort liess sich ihre Vision von einer Buchhandlung mit Café in die Realität umsetzen. «Uns ist wichtig, dass das Buechkafi auch ein Treffpunkt ist», sagt Angelika Schweizer.

Angelika Schweizer und Eveline Kunz haben das Buechkafi Selah eröffnet.
Das Buechkafi will auch ein Treffpunkt fürs Quartier sein. Hier sind alle willkommen – auch Personen, die mit dem Christentum nichts anfangen können.

Und dort seien alle willkommen – auch Personen, die mit dem Christentum nichts am Hut hätten. «Man darf auch gerne einfach für einen Kafi vorbeikommen», betont die 42-Jährige.

Auch «Asterix» wird bestellt

Im Laden selber findet man neben einigen Deko-Gegenständen zwar ausschliesslich christliche Literatur. «Wir können aber jedes Buch bestellen – als Letztes habe ich gerade ein ‹Asterix›-Buch für einen Kunden besorgt.»

Die beiden Gründerinnen sind überzeugt, dass Robenhausen vom neuen Treffpunkt profitieren kann. Das Buechkafi Selah hat vorläufig immer am Donnerstag, Freitag und Samstag geöffnet.

Neben Angelika Schweizer und Eveline Kunz stehen drei weitere Frauen hinter dem Tresen oder bieten Beratung beim Bücherkauf an. Das ganze Team arbeitet ehrenamtlich.

Die Helferinnen müssen nicht nur Getränke an der Bar zubereiten können, sondern auch Beratungen im Büchergeschäft übernehmen.

Angelika Schweizer und Eveline Kunz haben das Buechkafi Selah eröffnet.
Das Sortiment des Buechkafi ist klar christlich ausgerichtet.

Was die Finanzen anbelangt, haben die beiden Initiantinnen ein klares Ziel. «Wir wollen das Café und den Laden kostendeckend betreiben», sagt Kunz, die weiterhin in Teilzeit als Kauffrau tätig ist. Allenfalls können sie dann auch den Helferinnen eine kleine Entschädigung auszahlen.

Um den Betrieb des Ladens abzusichern, haben die beiden Frauen einen eigenen Verein gegründet. Dieser zählt in der Zwischenzeit gut 40 Mitglieder. Wenn möglich, sollen die Mietausgaben durch Mitgliederbeiträge gedeckt werden.

Doch zuerst soll das Buechkafi «Fuss fassen», wie Eveline Kunz betont. «Wir wollen die Menschen längerfristig begeistern können.» So hoffen die beiden Gründerinnen auch, dass sie eine Stammkundschaft aufbauen können. Und deshalb möchten sie ihren Fokus im Moment auf den Betrieb legen.

«Wir haben ganz viele Ideen, zum Beispiel für verschiedene Events und so weiter», meint Angelika Schweizer. Doch diese müssen im Moment noch etwas warten. «Wir brennen für unser Buechkafi, aber wir wollen nicht ausbrennen.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns