«Die Untergangsszenarien sind unbegründet»
Vermögensverwalterin Ursula Mengelt
Das Wort «KI-Blase» macht die Runde. Auch in seriösen Wirtschaftsmedien mehren sich die Stimmen, dass der Börsencrash eine Frage der Zeit ist. Die Ustermer Vermögensverwalterin Ursula Mengelt sieht die Lage entspannt.
Frau Mengelt, in den letzten Wochen machte sich die Furcht vor dem Platzen der KI-Blase und vor Kursverlusten an den Börsen breit. Müssen wir um unser Erspartes und unsere Vorsorgegelder fürchten?
Ursula Mengelt, Inhaberin Mengelt Vermögensverwaltung AG in Uster: Wenn Ihr Portfolio ausschliesslich aus Tech- und KI-Titel bestünde, dann hätten Sie in der Tat ein erhöhtes Risiko für einen Rückschlag. Aber in der Regel ist man ja breit diversifiziert über Sektoren, Regionen und Unternehmen. Als Anleger muss man sich bewusst sein, dass Aktienmärkte volatil sind und dass Krisen dazugehören. Aber wer einen Anlagehorizont von sieben bis zehn Jahren hat, der kann mit einem breit diversifizierten Aktienportfolio noch immer gut leben.
Ursula Mengelt absolvierte die International Banking School in New York mit Schwergewicht Economics und Portfolio-Management. Während zwei Jahren leitete sie den Bereich Private Banking der Schweizerischen Volksbank in Wetzikon. Für die Credit Suisse war sie anschliessend als Gebietsverantwortliche Singapur/Malaysia für den Ausbau und die Betreuung einer vermögenden Privatkundschaft sowie in der Investmentberatung tätig.
Von 1999 bis 2009 war sie Partnerin einer unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaft in Wetzikon. Seit 2009 führt sie die Mengelt Vermögensverwaltung AG in Uster als Inhaberin.
Sie war von 2014 bis im Juni dieses Jahres Richterin am Zürcher Handelsgericht.
Ursula Mengelt ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder. Ihre Freizeit verbringt sie mit Wandern, Skifahren und Reisen. Sie engagiert sich in verschiedenen sozialen Stiftungen.
(sco)

