Von Rüti in die EU – wegen US-Strafzöllen will Firma die Produktion verlegen
Packsys Global ist der Weltmarktführer für Verpackungsmaschinen – der US-Markt ist essenziell. Um die Strafzölle zu vermeiden, will Firmenchef Beat Rupp das Label «Swiss Made» loswerden.
Vor dem Gebäude an der Spitalstrasse 38 in Rüti weht die amerikanische Flagge. Gehisst als Willkommensgruss für einen Kunden aus den USA, der heute anreist. Bei der Firma Packsys Global wird er eine Verpackungsmaschine abnehmen. Seine Ankunft fällt auf den Tag, der die schweizerisch-amerikanischen Handelsbeziehungen bis auf Weiteres belasten wird.
Bezahlt ist die Maschine bereits. Was die Einfuhr in die USA kosten wird, steht jetzt fest. Seit Donnerstagmorgen sind die US-Strafzölle in Kraft. Für Schweizer Unternehmen, die wie Packsys Global in die USA exportieren, heisst das: Ihre Güter werden mit einem Einfuhrzoll von 39 Prozent belegt. Ausgenommen sind Aluminium und Stahl. Für sie gelten bereits Zölle von 50 Prozent.
Packsys Global ist Weltmarktführer in der Produktion von Verpackungsmaschinen für die Getränke-, Pharma- und Kosmetikbranche: Die Maschinen aus Rüti stellen weltweit jede zweite Tube her. Produziert werden die Anlagen zu 100 Prozent in der Schweiz und von dort in 90 Länder verschifft. Auch der Deckel, der nach dem Öffnen der PET-Flasche gemäss EU-Richtlinien dran bleibt, ist eine Entwicklung aus Rüti.


