Chef von Gastro Zürcher Oberland warnt vor Beizensterben
«2025 bereitet mir Bauchschmerzen»
Reihenweise sind in jüngster Zeit beliebte und traditionsreiche Gasthäuser in Konkurs gegangen. Die Gründe sind mannigfaltig.
Frage an Ueli Bräker, den Präsidenten des Verbands Gastro Zürcher Oberland: Beginnt in diesem Jahr das grosse Beizensterben? «Es hat längst begonnen», antwortet der erfolgreiche Wirt des Restaurants Freihof in Hinwil mit einem tiefen Seufzer.
Bräker kennt die Szene wie kaum ein Zweiter. Seit mehr als 30 Jahren führt er mit seiner Frau Renate den «Freihof» in Hinwil. Die Küche: gutbürgerlich. Das Lokal: modern und trotzdem gemütlich. Der Service: Wie man ihn sich wünscht. Seit einem Jahr präsidiert Bräker die wieder gegründete Oberländer Sektion des Branchenverbands Gastrosuisse, die die Wirte in der Region vernetzen und unterstützen will.
Es sind schwierige Zeiten für das Gastgewerbe im Oberland. Gleich mehrere traditionsreiche Betriebe sind in den letzten Wochen und Monaten in Konkurs gegangen: im Oktober die «Neue Spinnerei» in Aathal, im November die Kette «Suan Long» mit Produktionsbetrieb in Volketswil und Restaurants unter anderem in Uster und Wetzikon, Anfang März «Schneiders Quer» in Pfäffikon und vor wenigen Tagen das Ausflugsrestaurant Rosinli in Adetswil.

