Bürokratie stellt Landwirte vor immer grössere Hürden
Umstrittenes Meldesystem
Bauern im Oberland sind genervt. Der administrative Aufwand wird stetig mehr. Bald soll gar eine neue, digitale Meldepflicht für Pflanzenschutzmittel und Nährstoffe hinzukommen.
«Digiflux»: Was sich anhört wie ein Medikament, ist für Bauern eine eher bittere Pille. Und diese «Pille» stösst ihnen ziemlich sauer auf. Von einem «bürokratischen Theoriemonster ist die Rede». Aber dazu später mehr.
Effizient und immer noch effizienter. 41 Prozent der Flächen im Kanton werden landwirtschaftlich genutzt. Doch immer weniger bewirtschaften diese Böden. Die Anzahl an Arbeitskräften sinkt, dafür steigt der administrative Aufwand für die Betriebsleiter: Futterbilanzen, Biodiversitätsaufzeichnungen, jedes Fass Gülle wird registriert – rund 3000 Kontrollpunkte muss ein Bauernbetrieb bereits heute erfüllen, bis Subventionszahlungen fliessen.
Und je mehr Produkte Bauern herstellen, desto mehr Kontrollen kommen auf sie zu. Ist in einem Stall nicht genug Streu vorhanden oder haben Tiere etwas zu wenig Auslauf, kommt es bei allfälligen Kontrollen zu Abzügen.
