Die Bauernhöfe in der Region werden weniger, dafür immer grösser
Entwicklung in der Landwirtschaft
Seit 1980 hat sich die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe im Oberland mehr als halbiert. Die Nutzflächen hingegen sind praktisch gleich geblieben – zumindest in der Statistik.
Rund alle zwei Wochen verschwindet im Zürcher Oberland ein Bauernhof. Und das nicht erst seit gestern, sondern seit mehr als 40 Jahren. Diese Zahl stammt vom Bundesamt für Statistik, das die landwirtschaftlichen Betriebe, die Nutzflächen, die Beschäftigten und jedes Tier erfasst und in praktische Excel-Tabellen überführt.
«Bauernsterben» heisst das im Volksmund und klingt, Gott sei Dank, dramatischer, als es ist. Denn die Bauern sterben nicht, sondern werden pensioniert und finden nicht immer eine geeignete Nachfolge. Wer überlebt, übernimmt deren Betriebe und Felder und wächst.
So wie Silvio Fürst. Der 41-jährige vierfache Familienvater führt in Mönchaltorf einen Betrieb mit mehr als 70 Hektaren. Auf 40 Hektaren baut er Weizen, Raps, Zuckerrüben und Mais an. 13 Hektaren dienen als Weide für seine 57 Milchkühe, 9 Hektaren sind Naturwiesen und 12 Hektaren ökologische Ausgleichsflächen.
