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Strategie geht auf – Huber+Suhner in Pfäffikon wächst wieder

CEO Urs Ryffel hat sein Versprechen gehalten: Huber+Suhner ist zurück auf dem Wachstumspfad.

Der Industriekonzern Huber+Suhner in Pfäffikon wächst wieder. (Archiv)

Foto: PD/René Niederer

Strategie geht auf – Huber+Suhner in Pfäffikon wächst wieder

Aufholjagd im zweiten Semester

Die Diversifikation zahlt sich für Huber+Suhner aus. Nach dem Taucher 2023 legt der Pfäffiker Industriekonzern erfreuliche Zahlen für 2024 vor.

Huber+Suhner legt solide Auftrags- und Umsatzzahlen vor. Der Auftragseingang im Jahr 2024 steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent auf 908 Millionen Franken. Der Nettoumsatz wuchs um 5 Prozent auf 893,9 Millionen. Bereinigt um Währungs-, Kupferpreis- und Portfolioeffekte betrug das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr sogar 6,4 Prozent.

Dabei zeigt sich, dass die Diversifikation auf die drei Marktsegmente Kommunikation, Industrie und Transport eine taugliche Strategie in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld ist. Das Transportsegment lahmt zwar nach wie vor, bedingt durch die schwache Dynamik im Automobilmarkt. Dafür zeigen sich im Kommunikationssegment und im Industriesegment eine positive Entwicklung und eine gute Dynamik.

2023 war der Umsatz von Huber+Suhner um mehr als 10 Prozent eingebrochen. Und auch im ersten Halbjahr 2024 sanken die Erträge. Dass das eine Momentaufnahme war, hatte CEO Urs Ryffel im vergangenen Sommer klar zum Ausdruck gebracht, denn im Gegensatz zum Umsatz war der Auftragseingang des Spezialisten für optische und elektrische Verbindungstechnik im ersten Semester um 14,9 Prozent gestiegen.

«Wir befinden uns in einer Turnaround-Situation», sagte Ryffel damals und zeigte sich überzeugt, das etwas unschöne Bild des Umsatzrückgangs «in der zweiten Jahreshälfte 2024 zu korrigieren».

Urs Ryffel, CEO von Huber+Suhner, referiert am Capital Market Day.
Urs Ryffel, CEO von Huber+Suhner, sprach im Sommer vom «Turnaround» – und lieferte. (Archiv)

Nun zeigt sich, dass das keine leeren Worte waren. Nach dem starken Auftragseingang im ersten Semester folgte als logische Konsequenz das Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr.

Industrie: Rüstung und Satellitentechnik

Das Segment Industrie legte in der zweiten Jahreshälfte stark zu und holte den Rückstand des ersten Semesters fast vollständig auf: Per Ende 2024 resultierte hier ein deutliches Auftragsplus und ein nur noch gering niedrigerer Nettoumsatz als im Vorjahr. Die Wachstumsinitiative Luft-, Raumfahrt und Wehrtechnik verzeichnete Zuwächse sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz.

Insgesamt profitiert das Teilsegment von steigenden Wehrausgaben und anhaltenden Investitionen in kommerzielle Satellitenprogramme.

Kommunikation: Mobilfunk in Indien und Rechenzentren

Das Segment Kommunikation wuchs sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang deutlich zweistellig und trug erheblich zur positiven Gesamtentwicklung bei. Dies war vor allem auf ein Grossprojekt zum Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur in Indien sowie auf Erfolge in der Ausrüstung von Rechenzentren zurückzuführen. Hier profitiert Huber+Suhner vom Boom der künstlichen Intelligenz (KI).

Viele bunte Kabel in einem Datencenter.
Huber+Suhner profitiert im Bereich Datencenter vom Wachstum der künstlichen Intelligenz. (Archiv)

Transport: Schwächelnde Automobilindustrie

Sorgen bereitet nach wie vor das Segment Transport. Hier waren Umsatz und Auftragseingänge rückläufig. Der Grund ist die angezogene Handbremse, mit der die Automobilindustrie derzeit unterwegs ist.

Bei den Elektrofahrzeugen stocke die Nachfrage nach kommerziellen Nutzfahrzeugen, schreibt Huber+Suhner, und auch das Geschäft mit Fahrassistenzsystemen entwickle sich langsamer als erwartet. Im Schienenverkehr, wo Huber+Suhner Kommunikationslösungen anbietet, sei die Nachfrage jedoch gut.

Verschiedene Ladekabel für Elektrofahrzeuge.
Die Elektromobilität kommt, aber sie kommt mit Verzögerung. Diese Verzögerung schlägt auf das Segment Transport durch. (Archiv)

Das detaillierte Jahresergebnis – dann auch mit Gewinnzahlen – wird Huber+Suhner am 11. März vorlegen. In seiner Medienmitteilung bestätigt das Pfäffiker Unternehmen eine Ergebnismarge zwischen 9 und 10,5 Prozent, also einen Betriebsgewinn irgendwo in der Region um 90 Millionen Franken.

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