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Wirtschaft

Was passiert mit den Maschinen? Was mit der Fabrik?

Das Klumpenrisiko war zu gross. Mit dem Aus der Weberei Russikon verlieren 55 Angestellte ihre Stelle. Und das Oberland ein prägendes Stück Industriegeschichte.

Was passiert mit den Maschinen? Was mit der Fabrik?

Weberei in Russikon

Die österreichische Getzner-Gruppe sieht keine Zukunft für ihre Weberei in Russikon. Die Produktion wird eingestellt. Damit schliesst sich ein Kapitel Industriegeschichte im Oberland.

Es gibt Geschichten, die schlecht altern. «Die textile Tradition im Zürcher Oberland lebt also weiter.» Mit diesen Worten endete eine Reportage dieser Redaktion über die Weberei Russikon, die im Oktober 2024 erschienen war.

Gut drei Monate später teilt die Muttergesellschaft Getzner Textil AG aus Bludenz mit, man überprüfe die Produktionsplanung und ziehe «die Schliessung des Schweizer Standorts in Betracht». Doch der Entscheid ist bereits gefallen. In der Medienmitteilung ist von einem gesetzlichen Konsultationsverfahren und einem Sozialplan für die 55 betroffenen Mitarbeitenden die Rede.

Das Schweizer Obligationenrecht verlangt ein solches Konsultationsverfahren vor beabsichtigten Massenentlassungen. Die Arbeitnehmer sollen zumindest die Möglichkeit haben, «Vorschläge zu unterbreiten, wie die Kündigungen vermieden oder deren Zahl beschränkt sowie ihre Folgen gemildert werden können», besagt Artikel 335 OR.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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