Stokys spannt mit Gehörlosendorf Turbenthal zusammen
Kult-Spielzeugfirma im Tösstal
Spielzeuge aus Fernost fluten die globalen Märkte. Die Kultmarke Stokys aus Bauma kämpft im Kleinen dagegen an – und setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Einrichtungen.
Ein langlebiges Spielzeug, in der Schweiz gefertigt, das obendrein auch noch einen sozialen Nutzen stiftet. Im Zeitalter globalisierter Produktionsketten und billiger Massenproduktion aus Fernost klingt das fast schon wie ein Märchen.
Und doch: Die Baumer Kult-Spielzeugfirma Stokys versucht, genau das möglich zu machen. Wenn auch in kleinerer Grössenordnung. Die über 80-jährige Marke, 2016 vom Unternehmer Beat Schaufelberger mithilfe von Crowdfunding gerettet, setzt dazu bei der Fertigung auf eine regionale Zusammenarbeit.
Stokys hat seinen Ursprung bei den Gebrüdern Stockmann, die die Firma 1941 im Kanton Luzern gründeten. Mitten im Zweiten Weltkrieg entwickelten sie eine Alternative zu den damals bekannten Meccano-Metallbaukästen aus Grossbritannien, die nicht mehr importiert werden konnten. Nach dem Höhepunkt des Erfolgs in den 1970er Jahren verkauften die Inhaber die Firma 1982. Seither gab es mehrere Besitzerwechsel.
Im Jahr 2007 zog die Produktionsstätte nach Bauma um. Inhaber Beat Schaufelberger zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung. Man wachse langsam, aber stetig, und das Geschäft sei selbsttragend – auch wenn sich Schaufelberger keinen üblichen Geschäftsführerlohn ausbezahlt.

