Maur diskutiert über Journalismus und «Gemeindeblättli»
Nabelschau unter Medienschaffenden
Der Verein Maurmer Zeitung will die Dorfzeitung «Maurmer Post» übernehmen. Das war die Schlusspointe einer hochkarätigen Diskussionsrunde.
Eines muss man Thomas Renggli, Ex-Chefredaktor der «Maurmer Post» und heutiger Verleger des Konkurrenzprodukts «Maurmer Zeitung», lassen: Er weiss sein Netzwerk zu nutzen. Ein von ihm hochkarätig zusammengesetztes Podium diskutierte am Donnerstagabend über die Bedeutung des Lokaljournalismus im Allgemeinen und die vertrackte Situation in Maur im Speziellen.
Arthur Rutishauser (Chefredaktor SonntagsZeitung), Ljilja Mucibabic (stv. Chefredaktorin Zürcher Oberland Medien), die Medienunternehmer Roger Schawinski (Radio 1) und Bruno Hug (Linth24) sowie Renggli selbst fanden unter der Diskussionsleitung von Marc Jäggi (Radio 1) zum wenig überraschenden Grundtenor: Lokaljournalismus ist wichtig, aber heute schwierig zu finanzieren.
Rund 50 Interessierte verfolgten die animierte Diskussion. Der organisierende Verein Maurmer Zeitung hatte mit mindestens der doppelten Zahl gerechnet. Doch die witterungsbedingt prekären Verkehrsverhältnisse sorgten für einen eher intimen Rahmen im Restaurant Schifflände in Maur.

