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Regionaldirektor erklärt «Züglete» der UBS und CS in der Region

Patrick O. Müller ist Regionaldirektor für die UBS unter anderem in Wetzikon. Ein Gespräch über Mikro-Lagen und eine Züglete.

«Das Filialnetz für die ehemaligen CS-Kunden ist dichter geworden»: Patrick O. Müller ist als Regionaldirektor Zürich der UBS verantwortlich für die Marktgebiete in den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Glarus sowie Rapperswil und Ausserschwyz.

Foto: PD

Regionaldirektor erklärt «Züglete» der UBS und CS in der Region

Patrick O. Müller im Interview

Patrick O. Müller, UBS-Regionaldirektor Zürich, ist in Wetzikon aufgewachsen. Er freut sich über die grössere Anzahl Geschäftsstellen nach dem Zusammenschluss mit der CS.

Herr Müller, in Dübendorf werden die Banker der Credit Suisse in die UBS-Geschäftsstelle umziehen, in Uster ist es genau umgekehrt. Wie weit sind Sie mit der Züglete in der Region?

Patrick O. Müller, UBS-Regionaldirektor Zürich: Der Zeitplan für die gesamte Bank sieht so aus, dass Ende des ersten Quartals 2025 sämtliche Geschäftsstellen konsolidiert sein werden. Dies gilt somit auch für unsere Standorte im Zürcher Oberland.

Und damit werden von fünf Geschäftsstellen nur noch drei existieren, in Dübendorf, Uster und Wetzikon.

Das Gegenteil ist richtig: Das Filialnetz der kombinierten Bank ist dichter geworden. Unsere früheren CS-Kunden beispielsweise erhalten mit Wetzikon eine Filiale mehr. Insgesamt profitieren die Kunden der Credit Suisse schweizweit von einer Verdoppelung der Anzahl Geschäftsstellen. Zudem: Mit der Integration der Credit Suisse haben wir als Bank im Zürcher Oberland eine Grösse erreicht, die eine gewisse Bedeutung im Kanton hat. Das Oberland ist zu einem eigenen, sehr spannenden Marktgebiet geworden. Wir glauben an diese Region und sind froh, dass die drei Standorte bestätigt worden sind.

Was ändert sich mit der Zusammenlegung der Standorte für die Kunden?

In den kombinierten Geschäftsstellen wird es zunächst rote Desks für die UBS-Kunden und blaue Desks für die früheren CS-Kunden geben. Der Grund ist rein technisch, denn nach wie vor sind die unterschiedlichen Buchungsplattformen der beiden Banken in Betrieb. Sobald die Zusammenlegung der Kunden auf einer gemeinsamen Plattform im Herbst 2025 abgeschlossen sein wird, wird sich dies ändern. Aber gleich wichtig wie die Filialen sind unsere Dienstleistungen.

Was meinen Sie damit?

Es wird viel über die Filialen gesprochen. Auf diese legen wir sehr grossen Wert, um den persönlichen Kontakt zu unseren Privatkundinnen und -kunden aufrechtzuerhalten. Genauso wichtig sind jedoch unsere Services in der kombinierten Bank. Wir können beispielsweise Schweizer Firmenkunden in Amerika oder Asien begleiten.

Was sind die grössten Herausforderungen einer solchen Züglete? Eine Bank umzuziehen, ist ja nicht ganz trivial.

Die grösste Herausforderung ist die Aufrechterhaltung des Kundengeschäfts. Der Umzug soll so reibungslos wie möglich gestaltet werden. Aber aus den vergangenen Umzügen von Filialen haben wir Erfahrungen sammeln können, die wir jetzt nutzen.

Die Integration ist für die CS-Mitarbeiter eine emotionale Angelegenheit.

Meines Wissens sind die Kulturen der UBS und der CS recht verschieden. Was macht der Zusammenschluss mit den Menschen, die bei Ihnen arbeiten?

Im Schweizer Geschäft ist die Kultur der UBS sehr ähnlich zu jener der Credit Suisse, vor allem auch in den Regionen. Die Mitarbeiter der Credit Suisse freuen sich schon seit Langem, endlich mit den UBS-Kolleginnen und -Kollegen zusammenziehen zu können. Aber selbstverständlich ist die Integration für die Mitarbeiter der ehemaligen Credit Suisse eine emotionale Angelegenheit und sicher nicht für jeden gleich einfach.

Was geschieht mit den Standorten in Dübendorf und Uster, die Sie verlassen?

Wo immer wir die Konsolidierung einer Geschäftsstelle angekündigt haben, spüren wir ein grosses Interesse seitens potenzieller Nachmieter. In aller Regel sind es gut zugängliche Geschäftsliegenschaften an Toplagen. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir dort rasch eine Nachfolgelösung finden werden.

Was hat den Ausschlag gegeben, welche Geschäftsstelle Sie weiterbetreiben und welche nicht?

Wir haben jeden Standort eingehend analysiert. So spielte neben der Mikrolage, dem allgemeinen Zustand eines Gebäudes und den Besitzverhältnissen vor allem auch die Infrastruktur sowie die Grösse eine zentrale Rolle. Wir zählen auf alle Kundenberaterinnen und -berater in den Geschäftsstellen. Und brauchen Raum, um allen einen Arbeitsplatz anzubieten.

Um mir ein Bild machen zu können: Wie viele Mitarbeitende beschäftigen Sie in den drei Geschäftsstellen im Oberland?

Es sind insgesamt rund 45 Vollzeitstellen in Uster, Dübendorf und Wetzikon.

Und wie viele Stellen gehen in der Region durch die Zusammenlegung verloren?

Wie gesagt, wir zählen auf alle Kundenberaterinnen und -berater. Aber klar, es gibt bei einer solchen Integration immer auch Doppelspurigkeiten. Nach Möglichkeit haben wir solchen Mitarbeitenden Anstellungen innerhalb der UBS angeboten.

Wir sind nicht nur die Bank für Grossunternehmen und vermögende Privatpersonen.

Immerhin haben Sie als letzte Grossbank der Schweiz auch eine gesellschaftliche Verantwortung.

Diese nehmen wir sehr wohl wahr. Wir sind nicht nur die Bank für Grossunternehmen und vermögende Privatpersonen, wir sind auch im KMU-Bereich gut verankert. In Dübendorf, Uster und Wetzikon sind wir eine Regionalbank. Und der Standort ist uns wichtig. Wir übernehmen deshalb auch die Sponsoring-Engagements der Credit Suisse in der Region.

Bis wann?

Bis mindestens Ende 2025 führen wir alle Engagements weiter. Wir sind im Gespräch mit den verschiedenen Institutionen, die wir unterstützen. Unser Engagement beträgt in der Schweiz rund 50 Millionen Franken pro Jahr. In der Region unterstützen wir beispielsweise die Wirtschaftsforen in Uster und Wetzikon, den Industrieverein Volketswil, lokale Gewerbeverbände oder auch den Arbeitgeber-Verband Zürcher Oberland und rechtes Seeufer. Und: Die UBS kauft jedes Jahr in der Schweiz Waren und Dienstleistungen für 4 Milliarden Franken ein. Das sind enorme Zahlen und unterstreicht unser Bekenntnis zur Schweiz und zur Region.

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