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Aufrichte auf dem Bachtel ist vor Weihnachten geplant

Bier und Bratwurst als Dividende: Beim Bau des neuen Restaurants der Genossenschaft Bachtel-Kulm wird Goodwill grossgeschrieben.

Fokus auf den Herbst 2025: Martin Vögeli (links) und Hubi Rüegg vom Vorstand Genossenschaft Bachtel-Kulm freuen sich auf die Wiedereröffnung des Restaurants.

Foto: Christian Brändli

Aufrichte auf dem Bachtel ist vor Weihnachten geplant

Erstes Bräteln des Sponsorenclubs 

Fast alles läuft nach Plan. Doch jetzt gilt es bei der Sanierung des «Bachtel Kulm», sich für den Winter zu rüsten.

Der Auftakt zu den Sanierungsarbeiten des Restaurants Bachtel Kulm verlief etwas holprig. Schuld daran hatte aber nicht die Baustelle, sondern vielmehr die Zufahrt. Eine Zeit lang war unklar, ob die Strasse hoch zum Oberländer Wahrzeichen nicht auch noch saniert werden muss.

Doch die vier Wochen, die wegen dieser Frage verloren gingen, sind mittlerweile kein Thema mehr. «Wir sind im Plan», hält Martin Vögeli fest. Er ist im Vorstand der Genossenschaft Bachtel Kulm, der die ganze Bergkuppe gehört, für die Liegenschaften verantwortlich.

Fassadenelemente stehen bereit

Wichtig ist es mit Blick auf die geplante Wiedereröffnung des Restaurants im Herbst 2025, dass noch vor Weihnachten das Dach gelegt werde und die Fenster eingesetzt seien. Das sind die Voraussetzungen, um den Innenausbau über die Wintermonate vorantreiben zu können.

Die Holz-Fassadenelemente, die als Nächstes auf den neu gefestigten Sockelbau gestellt werden, stehen jedenfalls schon bereit – und zwar noch gelagert auf vier sogenannten Pritschen. Diese überdimensionierten Paletten stehen zurzeit auf dem Parkplatz im Orn.  

«Der Winter bringt für uns einige Ungewissheiten», betont Vögeli. Trotz möglichem Schneefall müsse die steile Zufahrt auch für Lastwagen passierbar sein. Um das sicherzustellen, wird jetzt das Gespräch mit dem Winterdienst der Gemeinde Hinwil gesucht.

Kosten im Griff

Bisher ist die Genossenschaft vor Überraschungen beim Bau verschont geblieben. Die grösste Entdeckung waren die Mauern aus dem Jahr 1856. Diese stammen vom ersten festen Gebäude auf dem Oberländer Hausberg.         

Bauarbeiten auf dem Bachtel für das neue Restaurant Bachtel Kulm mit Kran und Bachtelturm.
Hochbetrieb auf dem Bachtel: Die Baukosten für das neue Restaurant liegen bisher im Budget.

Auch kostenmässig liegt der Bau laut Vögeli im grünen Bereich. «Wir sind am Deckel des Kostenvoranschlags», meint Vögeli. Das Geld bleibt aber weiterhin ein Thema. Um die Hypothekarbelastung möglichst tief zu halten, wirbt die Genossenschaft weiterhin um neue Mitglieder und sucht Sponsoren.

Die «Meister» erhalten erste Bratwürste

Eine besondere Rolle spielt dabei der «Bachtel Meister Club». Ziel ist es, 20 Personen zu vereinen, die einmalig je 25'000 Franken spenden.  Der Club zählt jetzt 17 Mitglieder. «Es hat also noch Platz», meint Hubi Rüegg, der im Genossenschaftsvorstand für die Aussenbeziehungen zuständig ist.

«Diese Unternehmer und Persönlichkeiten aus der Region leisten einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen des Projekts ‹Bachtel 2025›», unterstreicht Rüegg. Für ihr Engagement wird die «illustre Gruppe» sehr bodenständig entschädigt: Die Dividende besteht aus einer Bratwurst und Bier. In diesen Tagen hat sich die Gruppe zum ersten «Festessen» an der Feuerstelle unter dem Bachtelturm getroffen.

Sieben Pachtinteressenten

Bis Ende dieses Jahrs soll entschieden sein, wer das neu gestaltete Restaurant Bachtel Kulm führen wird. Auf die Pachtausschreibung haben sich sieben Interessenten gemeldet. «Darunter sind zwei, drei sehr gute Angebote», betont Vögeli, «gerade auch aus der Region.»

Der künftige Wirt soll dann entscheiden, ob die Zimmer, die eingebaut werden, für Gäste zur Verfügung stehen sollen, oder ob sie fürs Personal vorgesehen werden. Als Berggasthaus, das abgelegen ist, kann ein solches Zimmer hilfreich bei der Personalsuche sein.

Besenbeiz rüstet sich für Wandersaison

Bis das neue Restaurant in Betrieb genommen werden kann, können sich Bachtel-Besucher weiterhin in der Besenbeiz verpflegen. Diese ist in einem umgebauten Stall etwas unterhalb der Baustelle untergebracht. «Wir erhalten zur Besenbeiz und zum Wirtepaar ein sehr gutes Echo», sagt Rüegg.

Um für die jetzt kommende Wandersaison gerüstet zu sein, hat der Wirt einen grossen Aussengrill aufgestellt. Geöffnet hat die Beiz ausser montags immer von 10 bis 17 Uhr. Auf Anmeldung hin können Gruppen auch abends einkehren.     

Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, können Besucher auch wieder mit dem Auto auf ihren Hausberg fahren. «Für die Parkplätze oben haben wir eine Bestandesgarantie», hält Vögeli fest. In Abklärung ist, ob mit der Einführung des neuen, kostenpflichtigen Parkregimes auf Hinwiler Boden im Orn Parkplätze reserviert werden können, die für Restaurantbesucher weiterhin kostenlos bleiben.   

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