Elektro Oberland gibt Firmensitz in Bauma auf
Umzug nach Uster
Die Elektro Oberland GmbH zieht von Bauma nach Uster. Grund ist für Geschäftsführer René Schmid der Fachkräftemangel.
«Zu viel Arbeit, zu wenig Mitarbeitende!» René Schmid, Geschäftsführer der Elektro Oberland GmbH, macht keine Umschweife, wenn man ihn auf die Gründe für den Umzug seines KMU von Bauma nach Uster anspricht.
Neben Schmid sind ein Elektromonteur, zwei Lernende und eine Teilzeitkraft im Büro für Elektro Oberland tätig. Es waren auch schon mehr. «Wir haben sehr viel Arbeit. Aber ich finde hier im Tösstal keine geeigneten Fachkräfte», sagt Schmid. In der Stadt Uster soll das besser werden.
Ab Januar 2025 in Uster
Aktuell ist Elektro Oberland bereits in Uster vertreten – mit einem Büro im Turicum-Areal. Im Januar 2025 soll der Umzug des Unternehmens an die Brauereistrasse abgeschlossen sein. Elektro Oberland zieht in die Liegenschaft, wo derzeit noch das Bauunternehmen Ott AG seinen Sitz hat. Den Mietvertrag in Bauma wird Schmid per Ende Monat kündigen. «Für unsere Kunden in Bauma werden wir aber selbstverständlich weiter da sein», verspricht der Firmenchef.
Der Fachkräftemangel zwinge ihn zu diesem Schritt, sagt Schmid. Die Elektro Oberland GmbH ist mit dem Problem nicht allein. Erst vor Kurzem hat die Axa-Versicherung eine Studie dazu veröffentlicht. Resultat: Der Arbeitskräftemangel ist für KMU mit Abstand die grösste Herausforderung.
Fachkräftemangel trotz 4-Tage-Woche
«Über die Hälfte der Schweizer KMU (51 Prozent) – insbesondere Firmen aus dem Baugewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen – sieht sich bei der Besetzung offener Stellen mit systematischen Problemen konfrontiert», so die Axa-Studie, für die 300 KMU mit fünf und mehr Mitarbeitenden befragt wurden.
Ironie der Geschichte: Die Elektro Oberland GmbH lockt mit attraktiven Arbeitsbedingungen. So hat René Schmid vor zweieinhalb Jahren die 4-Tage-Woche eingeführt. Die Löhne in der Firma sind komplett transparent, jeder weiss, was der Kollege verdient. Am Umstand, dass es in der Schweiz zu wenige qualifizierte Elektriker (und Elektrikerinnen) gibt, ändert das allerdings nichts.
