Für diese Wahl in Pfäffikon müssen alle ihr Ego zurückstellen
Kommentar zur Ersatzwahl des Schulpräsidiums
Fünf Kandidierende wollen das Schulpräsidium neu besetzen. Dies führte bereits zu Streit. Redaktorin Lea Chiapolini zeigt sich skeptisch, ob das der Schule langfristig dient.
In rund zwei Monaten entscheidet das Pfäffiker Stimmvolk an der Urne über ihre neue Schulpräsidentin oder ihren neuen Schulpräsidenten. Nicht oft kommt es vor, dass für ein solches Amt gleich fünf Kandidierende um die Gunst der Wählerschaft buhlen. Besonders in Pfäffikon weiss man, dass eine solche Position an die Nieren gehen kann.
Denn auf den Nachfolger von Hanspeter Hugentobler wartet eine grosse Aufgabe: Es gilt, nach der vieldiskutierten Entlassung eines Lehrers das Vertrauen in die Schule Pfäffikon wiederherzustellen. Der Souverän wird entscheiden, ob dafür eine erfahrene Schulpflegerin die richtige Wahl ist oder doch eine Person ausserhalb jeglichen Schulkontextes.
Gemeindewahlen sind Personenwahlen, heisst es immer wieder, wenn kommunale Behörden neu gewählt werden. Dies scheint den Pfäffiker Parteien momentan aber weit im Hinterkopf zu sein. Der Bruch der FDP mit Andrea Di Biase und die Trennung von Martin Wirth von den Grünen stellt niemandem ein gutes Zeugnis aus. Dass sich in zwei Ortsparteien ähnliche Szenarien abspielten, ist bedenklich. Und es stellt sich gleichzeitig die Frage, wie viel Ego im Amt eines Schulpräsidenten Platz haben sollte.
Die Schule, allen voran die Schülerinnen und Schüler, haben es verdient, von der bestmöglichen Person präsidiert zu werden. Momentan trüben allerdings die internen Parteiquerelen den klaren Blick auf die Wahlvorschläge.
Nur schon die fünf Kandidatinnen und Kandidaten zu präsentieren und die Umstände ihrer Kandidaturen zu umschreiben, frisst eine Unmenge an Buchstaben. Wofür sie stehen, was sie mitbringen und worin ihre Motivation für dieses Amt begründet liegt, wird in den kommenden Wochen der Fokus sein.
