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Eine grüne Erfolgsgeschichte aus Illnau

Seit 45 Jahren existiert die Gartenbau-Firma Jäiser + Keller AG in Illnau. Doch das ist nicht das einzige Jubiläum, das der Familienbetrieb feiert.

Seit 45 Jahren existiert die Illnauer Gartenbaufirma Jäiser + Keller AG: Werner, Mike und Kim Keller (von links).

Foto: PD

Eine grüne Erfolgsgeschichte aus Illnau

45 Jahre Jäiser + Keller AG

Gleich drei (ungleiche) Jubiläen feiert das Gartenbauunternehmen Jäiser + Keller AG in Illnau: 45, 40 und 10 Jahre.

Vor 45 Jahren, also im Jahr 1979, hatte Hanspeter Jäiser das Gartenbauunternehmen als Einzelfirma in Effretikon gegründet. Fünf Jahre später stiess sein früherer «Unterstift» Werner Keller zur Firma, an der er sich schon bald auch finanziell beteiligte und die er ab 2003 als Geschäftsführer (zunächst an der Seite von Hanspeter Jäiser) leitete. Seit 2014 ist auch Sohn Mike Keller im Familienunternehmen tätig, seit Januar 2024 als Geschäftsführer.

Dazwischen liegen ein Besitzerwechsel, vom mittlerweile verstorbenen Hanspeter Jäiser zu Werner Keller (2014), ein Umzug von Effretikon nach Illnau (2016) und innerhalb von Illnau von der linken Seite der Kempt ans gegenüberliegende Ufer ins Gewerbegebiet im Riet (2020).

20 Mitarbeitende und fünf Lernende beschäftigt die Jäiser + Keller AG heute. In den 1990er Jahren waren es schon mehr als 30. «Das waren zu viele», sagt Inhaber Werner Keller (58) rückblickend. «Ich bin kein Büromensch, sondern gerne draussen, und mit 30 Leuten hat mir der Überblick gefehlt.»

Die aktuelle Firmengrösse sei genau richtig. Zumal auch Sohn und Geschäftsführer Mike Keller seine (Arbeits-)Zeit lieber in den Gärten als im Büro verbringt: «Ich liebe an unserem Beruf, dass man am Abend sieht, was man tagsüber gemacht hat.»

Beim Gespräch mit dem Vater-Sohn-Duo war es beispielsweise ein Teich mit Koi-Karpfen in Winkel, der erst leer gefischt, anschliessend leer gepumpt, gereinigt und saniert werden musste. «Am Boden war so viel Schlamm», sagt Mike Keller und deutet mit seinen Händen eine rund 40 Zentimeter dicke Schlickschicht an.

Vor und nach der Arbeit

Offerten ausrechnen oder Rechnungen schreiben, das erledige man «vor oder nach der Arbeit», sagen Vater und Sohn unisono. Als ob diese unternehmerische Tätigkeit nicht zur Arbeit gehören würde …

Obwohl in Illnau beheimatet und hauptsächlich regional tätig, ist die Jäiser + Keller AG im Gartenbau praktisch in der ganzen Deutschschweiz aktiv. So reicht das Einzugsgebiet in Ausnahmefällen beispielsweise bis nach Sedrun in die hinterste Ecke der Surselva. Mund-zu-Mund-Propaganda habe dazu geführt, erklärt Werner Keller. Bis heute ist sie das wirkungsvollste «Marketinginstrument» der Familienunternehmung.

50 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen mit Gartenbau, die anderen 50 Prozent mit Unterhaltsarbeiten. Dieses Geschäft ist deutlich regionaler. Von Zürich über Winterthur und das Zürcher Oberland bis an die Goldküste reicht das Einzugsgebiet. «Am rechten Zürichseeufer gibt es den einen oder anderen wirklich interessanten Garten», sagt Werner Keller mit einem Schmunzeln.

Neben privaten Bauherren oder Hausbesitzern zählen auch Gemeinden zu den Auftraggebern von Jäiser + Keller. Wer beispielsweise schon auf dem Minigolf-Platz im Effretiker Eselriet war, dem ist vielleicht die 18. Bahn aufgefallen. Dort muss der Ball eine (vom Abspielpunkt absurd weit entfernte, viel zu enge und sehr steile, taminamal!) Rampe hinaufbefördert werden. Am turmartigen Aufbau prangt eine kleine Firmenplakette von Jäiser + Keller.

«Die Stadt Illnau-Effretikon schaut gut für das heimische Gewerbe», lobt der Seniorchef. Auch an seinem Wohnort Bauma werde sein Unternehmen regelmässig berücksichtigt.

«Gärtner mit Leib und Seele»

Werner Keller bezeichnet sich als «Gärtner mit Leib und Seele». Dennoch möchte er mit mittlerweile 58 Jahren etwas kürzertreten. 2025 will er noch in einem 50-Prozent-Pensum weiterarbeiten, dann soll Schluss sein.

«Schön, dass die Firma in der Familie bleibt», findet er mit Blick auf Sohn Mike und Tochter Kim. Das Ziel von Mike Keller als neuem Chef ist klar: «Die bestmögliche Arbeit abliefern – Qualität zahlt sich letztlich aus.»

Menschen steigen aus alten Zugwaggons aus.
Das Jubiläum feierte die Jäiser + Keller AG mit einer Dampfbahnfahrt durchs Zürcher Oberland.

Die 28-jährige Kim Keller, gelernte Pflegefachfrau HF, hat sich im vergangenen Jahr zur HR-Assistentin ausbilden lassen und kümmert sich neben ihrem angestammten Beruf im Teilzeitpensum um Personalwesen, Buchhaltung und Marketing.

Sie hat auch die Festlichkeiten zu den drei Jubiläen 2024 organisiert: Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeitende genossen am 7. September eine Fahrt mit der historischen Dampfbahn von Bauma aus durch das Zürcher Oberland. Sie führte auch an zahlreichen Gärten vorbei, in denen die Jäiser + Keller AG ihre Spuren hinterlassen hat.

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