Bank Avera steigert Halbjahresgewinn
Stabiles Wachstum
Die Genossenschaftsbank Avera mit Hauptsitz in Wetzikon blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Sie ist in (fast) allen Kennzahlen gewachsen.
Die Bank Avera ist weiterhin erfolgreich unterwegs. Im ersten Halbjahr hat die Genossenschaftsbank mit Hauptsitz in Wetzikon ihren Geschäftserfolg um 14,2 Prozent auf 10,71 Millionen Franken gesteigert.
Unter dem Strich resultierte ein Halbjahresgewinn von 8,71 Millionen Franken. Das sind knapp 3 Millionen oder 25,4 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode, in der die Bank ein Rekordergebnis ausweisen konnte. Allerdings lassen sich diese Zahlen nicht miteinander vergleichen: 2023 zog die Bank in ihren neuen Hauptsitz an der Spitalstrasse in Wetzikon und verkaufte das alte Bankgebäude an die Egolf Immobilien. Das spülte einen ausserordentlichen Gewinn von 3 Millionen Franken in die Kasse.
Wachstum im Kerngeschäft mit Hypotheken
Massgeblich zum guten Ergebnis beigetragen haben die Zinserträge und die steigenden Einnahmen aus dem Anlagegeschäft. Auch das Hypothekargeschäft konnte im vergangenen Semester weiter ausgebaut werden. Die Kundeneinlagen stagnierten.
Die Gründe hierfür seien einerseits ein sehr starkes Wachstum 2023 dank der Lancierung des Sparkontos Top mit Vorzugszins für Neugelder und andererseits der Umstand, dass verschiedene neue Massnahmen in der Produktentwicklung erst in der zweiten Jahreshälfte in Kraft träten, schreibt die Bank in ihrer Medienmitteilung. So entfallen ab dem 1. August für Privatkonten die jährlichen Kontoführungsspesen sowie die jährliche Gebühr für bis maximal zwei Debitkarten.
Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Dezember 2023 um 2,4 Prozent auf 5,145 Milliarden Franken. 4,177 Milliarden, also mehr als 80 Prozent der Bilanzsumme, sind Hypothekarforderungen. Diese wuchsen um 1,8 Prozent.
Stabiles Zinsgeschäft mit verhaltenen Aussichten
Das Zinsgeschäft entwickelte sich im vergangenen Semester nach wie vor stabil. Der Bruttoerfolg stieg im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode auf 26,66 Millionen Franken (4,2 Prozent). Allerdings könne das erste Semester 2024 nur bedingt mit der Vorjahresperiode verglichen werden, teilt die Bank mit: «Das Jahr 2023 stand im Zeichen steigender Zinsen. 2024 wendete sich das Blatt, und die Schweizerische Nationalbank (SNB) senkte zweimalig den Leitzins, per 22. März und per 21. Juni.» Für das zweite Semester rechnet die Bank deshalb mit sinkenden Erträgen aus diesem Geschäft.
Steigende Erträge im Anlagegeschäft
Seit 2020 baut die Bank Avera das Private Banking für vermögende Privatkunden kontinuierlich aus, was sich in steigenden Erträgen aus dem Anlagegeschäft niederschlägt. Auch die positive Stimmung an den Aktienmärkten trug zum guten Ergebnis bei. Im ersten Semester erhöhten sich die Erträge aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft um 13,6 Prozent auf 3,8 Millionen Franken. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg auf 5,26 Millionen (10,7 Prozent).