Wie glaubwürdig ist die Gläubigergruppe des GZO Spitals?
Spital in der Krise
Das GZO Spital Wetzikon kämpft um sein Überleben. Nun ist eine Gläubigergruppe auf den Plan getreten. Ihr Vorgehen wirft Fragen auf.
Es ist die jüngste Turbulenz im Kampf des GZO Spitals in Wetzikon um sein Überleben: Vor zehn Tagen ist die sogenannte GZO Creditor Group um den Zürcher Financier Gregor Greber auf den Plan und an die Öffentlichkeit getreten. Die Gruppe vertritt nach eigenen Angaben 6,56 Prozent der ausstehenden Obligationenanleihe der GZO AG; das sind 11,2 von 170 Millionen Franken.
Einen ersten (Teil-)Erfolg konnte die Gruppe bereits verbuchen: Am Montag, 22. Juli, hatte das GZO Spital Wetzikon informiert, dass es innert 20 Tagen zu einer Gläubigerversammlung laden wird.
Artikel 1165 des Obligationenrechts besagt, dass eine Gläubigerversammlung durch den Schuldner einzuberufen ist, «wenn Anleihensgläubiger, denen zusammen der zwanzigste Teil des im Umlauf befindlichen Kapitals zusteht», dies verlangen. Die Greber-Gruppe erfüllt diese Bedingung.
