Für diese Milch braucht es keinen Trennungsschmerz
Dank muttergebundener Kälberhaltung
In der Milchwirtschaft werden Mütter und Kälber traditionell bei der Geburt getrennt. Dieses Vorgehen ist heute nicht mehr alternativlos.
Es ist ein herzzerreissender Moment und doch Alltag in der Milchwirtschaft: Sobald eine Milchkuh ein Kalb zur Welt bringt, wird ihr dieses innert Tagen oder sogar Stunden weggenommen. Es wird separat aufgezogen und in der Regel nach einigen Wochen in einen Mastbetrieb überstellt. Die Mutter bleibt mit ihrem emotionalen Schmerz zurück.
Umgekehrt wird das Kalb nie die Nähe und Fürsorge seiner Mutter spüren. Mehr noch: Auch von der Muttermilch wird es nie zehren können. Diese ist gänzlich dem Menschen vorbehalten, denn dessen Hunger ist beträchtlich.
300 Kilogramm an Milch und Milchprodukten konsumierten die Schweizerinnen und Schweizer 2021 pro Kopf. Eine Menge, die nur produziert werden kann, wenn die Milchkühe an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden, jedes Jahr einmal kalbern – und das Trennungstrauma wieder und wieder durchleben müssen.

