GZO-Anleger erhalten kein Geld
Spital in finanzieller Krise
Die fällige 170-Millionen-Franken-Anleihe der GZO AG wird in absehbarer Zeit nicht zurückbezahlt. Trotzdem geht der Handel mit den Papieren weiter.
Zur Finanzierung ihres grossen Neubaus hatte die Wetziker Spitalbetreiberin GZO AG vor zehn Jahren 170 Millionen Franken in Form von Obligationen aufgenommen. Schulden, die am kommenden Mittwoch hätten zurückbezahlt werden müssen – wie üblich bei solchen Finanzierungsinstrumenten «auf einen Schlag» und mitsamt der letzten Zinstranche.
Obligationen, wie sie das GZO Spital Wetzikon am 12. Juni 2014 ausgab, sind festverzinsliche Wertpapiere mit einer festgelegten Laufzeit. Investoren leihen einem Staat oder einem Unternehmen Geld. Dafür erhalten sie eine regelmässige Zinszahlung und bekommen – falls der Schuldner nicht pleitegeht – am Ende der Laufzeit den eingezahlten Betrag zurück.
Wegen der fixen Zinszahlung gelten Obligationen im Allgemeinen als sichere Anlage. Die Verzinsung von Unternehmensanleihen hängt von der Bonität der Firmen ab. Unternehmen mit einer gesunden Finanzlage müssen den Anlegern typischerweise eine kleinere Verzinsung bieten als hoch verschuldete Firmen.
Obligationen werden wie Aktien an der Börse gehandelt, bieten aber im Vergleich zu Aktien in der Regel eine grössere Kursstabilität. (sco)
Das wird nun aber definitiv nicht passieren, wie Anlegern am Freitag im Rahmen einer Telefonkonferenz mitgeteilt wurde. Ein Entscheid, der mit Blick auf das Spital, das sich in einer Nachlassstundung befindet, keine Überraschung darstellt.

