«Ein Plattenspieler hat einfach mehr Stil als eine MP3-Datei»
Hohe Tonqualität aus Turbenthal
Mit seinem Thales-Tonarm hat Micha Huber die analoge Audiotechnik revolutioniert. Im Interview erzählt er, wie es dazu gekommen ist und warum Plattenspieler heute noch auf eine treue Fangemeinde zählen können.
Herr Huber, Ihr Vater hat auf dem Rundgang durch die Manufaktur erzählt, dass sie die Grundidee für Ihren ersten Thales-Tonarm bereits in der Berufsschule hatten. Wie hat sich das ergeben?
Micha Huber: Ich habe mich schon früh für Plattenspieler und analoge Wiedergabe interessiert. Und in der Schule behandelten wir gerade den Thaleskreis und die Konstruktion von Tangenten. Bei mir war sofort die Verbindung da zu den tangentialen Tonarmen und dem Problem, dass die Nadel beim Abspielen der Platte schräg zur Tonrille steht. Ich dachte mir, dass man das mithilfe der Geometrie lösen könnte – sprich so, wie man Tangenten konstruiert.


